PROBLEME IM KINDERGARTEN
„Mein Kind wird von der Erzieherin nicht akzeptiert!“

Ein Gastbeitrag, den ich auf Wunsch anonym mit der Bitte um Austausch und Rückmeldung veröffentliche.
Ihr lieben Mamas, hinterlasst doch sehr gern eure Gedanken in den Kommentaren.
Die Autorin wird diese lesen und sich freuen,.

 

Ich blicke dieser Frau ins Gesicht und höre zwar, dass sie mit mir spricht, aber ihre Worte dringen nicht mehr bis zu mir durch. Ich WILL es gar nicht mehr hören. Diese Frau. Diese Frau, der ich tagtäglich mein Kind anvertraue. Der ich jeden Tag mein Kind in die Hände lege, damit sie auf meinen Zwerg achtet, während ich arbeite. Diese Frau, die auf mein Kind achten soll – mit der mein Kind Spaß haben soll und auch Dinge lernen soll. Diese Frau erklärt mir nun zum gefühlten 100. mal, dass mein Kind nicht normal ist.

Dies erlebe ich nun seit September 2017. Seit September 2017 geht mein Sohn Moritz, 3 Jahre alt, in den Kindergarten. Er war zuvor schon Krippenkind und ging auch gerne in die Krippe – doch seit er im Kindergarten ist, hat sich vieles geändert.

Moritz kam sechs Wochen zu früh auf die Welt – aufgrund einer Schwangerschaftsvergiftung. Er hatte einen schweren Start mit nur knapp 1800g Geburtsgewicht. Doch er hat sich super erholt und heute würde niemand ahnen, dass mein Sohn ein Frühchen war. Jedoch war er seit seinem ersten Lebensjahr sehr oft erkältet. Eigentlich ununterbrochen. Durch die Erkältungen hatte er ständig Flüssigkeit in den Ohren, was dazu führte, dass er nicht anständig hören konnte – was somit auch seine Sprachentwicklung verzögerte. Die Ärzte überlegten lang, ob eine Operation, bei dem ihm die Mandeln verkleinert werden, die Polypen entfernt und Paukenröhrchen in die Ohren eingesetzt werden, etwas nützen würde. Letztendlich wurde er dann im Februar 2017 operiert. Seit dem hat er einen extremen Schub gemacht und spricht heute gut verständlich.

Mein Junge ist ein sehr einfühlsames und freundliches Kind. Er liebt es, in der Natur zu sein, mit seinem großen Bruder zu spielen und zu tollen aber auch zu kuscheln. Jedem wird zugewinkt und gelächelt, alles möchte er sehr genau wissen – vor allem technische Dinge interessieren ihn extrem. Er möchte wissen, wie genau die Spülmaschine funktioniert und ihn fasziniert es, dass man über das Telefon jemanden hört, obwohl er nicht zu sehen ist. Und doch wird er im Kindergarten von der Erzieherin nicht akzeptiert.

„Mein Kind wird im Kindergarten von der Erzieherin
nicht akzeptiert!“

Nun zu unserer eigentlichen Geschichte: Mein Sohn kam wie gesagt im September 2017 in den Kindergarten. Die Eingewöhnung lief super und er ist gerne in den Kindergarten gegangen. Nach der Eingewöhnungsphase hatte ich ein Gespräch mit der Erzieherin. Ich ging positiv gestimmt in das Gespräch, denn schließlich war alles gut und mein Kind fühlte sich offensichtlich wohl. Die Erzieherin offenbarte mir jedoch in genau diesem Gespräch, mein Kind sei nicht normal. Er spricht nicht anständig – für sie kaum verständlich, er hat immer noch eine Windel (er wurde zu diesem Zeitpunkt in einem Monat erst 3!) und zudem integriert er sich nicht in die Gruppe. Ich war mit dieser Aussage erst überfordert. Ich hörte dies zum ersten Mal. Gut, mir war klar, dass er noch nicht perfekt sprach, denn die OP war ja erst ein dreiviertel Jahr her doch ich wusste, wie stark sich seine Sprache verbessert hatte. Dass er noch einen Windel trug, sah ich auch nicht so eng – denn er hat es einfach noch nicht gespürt, was meiner Meinung nach in diesem Alter ganz normal ist. Moritz hat einen großen Bruder, den er vergöttert und mit dem er immer spielt. Wenn wir bei Freunden sind, spielt er immerzu mit allen Kindern und auch mit den Nachbarskindern ist er immer im Garten. Von daher verstand ich auch die Aussage nicht, dass er sich nicht in die Gruppe integrierte. Moritz war eben auch ein Kind, das gerne Dinge für sich alleine erlebt und gerne beobachtet – aber ist er deswegen nicht normal?

Ein Integrationsplatz soll die Lösung sein.
Doch die Lösung wofür?

Die Erzieherin schlug mir deshalb vor, für Moritz einen Integrationsplatz zu beantragen. Sie verkaufte mir diesen Platz wie ein Staubsaugerverkäufer. Legte mir Prospekte vor und wollte sofort, dass ich für ein Erstgespräch unterschreibe. Sie würde sich dann um alles weitere kümmern. Man muss an dieser Stelle erwähnen, dass Moritz eh schon in einer extrem kleinen Kindergartengruppe von nur 15 Kindern bei drei Erziehern ist. Diese Gruppe ist eine Integrationsgruppe. Wir haben uns damals bewusst für diese Gruppe entschieden. Wir hatten die Hoffnung, dass so besser auf ihn eingegangen werden kann.

Nun saß ich hier und diese Frau zählte mir alles auf, was mein Kind eben nicht kann. Was bei meinem Kind eben nicht normal sei. Was andere können und er nicht. Und doch vertrat ich immer noch nicht ihre Meinung. Denn mich fesselte von der ersten Minute an nur ein Gedanke: Warum müssen alle gleich sein? Er wird drei Jahre alt. Bis zur Schule hat er noch 4! Jahre! Warum müssen bereits in diesem Alter alle Kinder gleich sein?

Ich ging sehr gefrustet Heim und dieser Frust setzte sich fest. Ich fing an, an mir, an meiner Erziehung und an meinem Kind zu zweifeln. Ich beobachtete ihn bei allem und stelle alles in Zweifel.

Zum Glück war kurz darauf die nächste U7a Untersuchung bei unserer Kinderärztin. Ich erzählte ihr von dem Gespräch im Kindergarten und sie fiel aus allen Wolken. Sie konnte es absolut nicht nachvollziehen, was diese Erzieherin über Moritz dachte – denn sie vertrat diese Meinung in keinster Weise. Ja, Moritz spricht noch etwas schlecht. Aber er hatte auch erst im Februar die OP. Sie stellte mir die Frage, wie groß denn mein Freundeskreis war und der meines Mannes und wie oft, wir so unterwegs sind? Ich beantwortete die Frage, dass wir gerne zuhause sind, gerne etwas für uns alleine machen und unser Freundeskreis gute Freunde hat aber dafür kleiner ist. Sie lächelte mich an und sagte: „Sehen sie! Wieso sollte ihr Kind dann anders sein, als seine Eltern?“ Die Kinderärztin riet uns von einem Integrationsplatz ab – sogar von diesem Gespräch. Sie verschrieb Finn 10 Stunden Logopädie und das würde fürs erste vollkommen ausreichen.

Die Kinderärztin bestätigt mich.
Mein Kind ist ganz normal. So wie es ist.

Gesagt getan. Ich erzählte dies der Erzieherin und diese schüttelte nur ungläubig den Kopf. Wie ich nur könnte? Und wieso ich sowie die Ärztin meinem Kind die Zukunft verbaue? Ich ärgerte mich wieder, doch dieses Mal machte ich mir nicht mehr so viele Gedanken. Mein Bauchgefühl sagte im Endeffekt das gleiche, was mir die Ärztin bestätigt hat. Und man soll doch schließlich immer auf seinen Bauch hören, oder? Also verblieb ich so und vereinbarte Logopädiestunden für Moritz.

Moritz ging trotzdem weiterhin gerne in den Kindergarten. Auch wenn ich sagen muss, dass er nicht mehr so gerne hinging wie anfangs. Sehr oft fragt er mich, ob er Zuhause bleiben darf. Wenn er krank ist, freut er sich sogar, dass er nicht in den Kindergarten muss – was wir so von seinem großen Bruder gar nicht kennen.

Diese Situation ging ein paar Wochen so. Bis es anfing, dass Moritz fast täglich mit Wechselwäsche Heim kam. Ich fragte nach, woran es liegt, dass mein Kind nicht mit der Kleidung Heim kommt, mit der ich ihn früh in den Kindergarten schickte. Die Erzieherin erklärte mir, dass er einfach so viel pinkelt, dass seine Windel es nicht hält und diese ausläuft. Er soll doch jetzt einfach mal lernen auf die Toilette zu gehen. Ich erklärte ihr wieder, dass er einfach noch nicht soweit ist (wir üben zuhause immer, aber er merkt es einfach noch nicht) und ich ihn ja nicht zwingen kann, dass er auf Toilette geht, wenn er es einfach noch nicht KANN. Die Erzieherin strafte mich mit einem bösen Blick und meinte nur, sie würden sich bemühen, dass die Windel nicht mehr ausläuft. Eines Nachmittags holte ich ihn ab und er roch etwas streng. Da wir im Anschluss zu einem Termin mussten, wickelte ich ihn noch im Kindergarten – und da hing ein Wickelprotokoll. Ein Blick von mir darauf und ich fiel aus allen Wolken! Moritz wird jeden Tag um halb 8 in den Kindergarten gebracht. Ich wickle ihn so gegen 7 das letzte mal zuhause. Auf dem Wickelprotokoll stand, dass er um 11:15Uhr! gewickelt wird. Dass das keine Windel der Welt durchhält sollte jedem klar sein. Moritz fing zudem an, dass er sich nun immer schämte, wenn er nass war. Mir stiegen Tränen in die Augen. Was sollte das? Ich war zu diesem Zeitpunkt so wütend und gleichzeitig fühlte ich mich unendlich hilflos.

Am nächsten Tag sprach ich mit seiner Erzieherin und diese erklärte mir nur, dass Moritz zwar das einzige Wickelkind sei (auch das noch!), aber das Wickelprotokoll eh nicht vollständig sei. Er würde auch manchmal früher gewickelt werden. Auf meine Frage hin, warum er dann immer mit anderer Kleidung Heim kam, kam nur die Aussage, dass das nun mal hin und wieder passieren kann. Zudem haben sie ja so viel zu tun bei 15 Kindern.

Wenn Moritz auf die Toilette gehen würde, hätte ich das Problem ja schließlich nicht.

Seit dem ist es nur noch ein Kampf. Ich könnte diese Geschichte weiter und weiter erzählen. Und sie geht auch weiter. Aber die eigentliche Frage, die ich mir stelle, ist: Wieso muss jedes Kind gleich sein? Wieso geben wir den Kindern einfach nicht mehr Zeit? Viele sagen, ich solle doch den Kindergarten wechseln. Es ist nur so: Wir wohnen hier auf dem Land. So einfach ist das nicht. Alle Plätze sind belegt und wir sind auch froh einen zu haben. Und doch gebe ich fast täglich mein Kind mit einem schlechten Bauchgefühl ab. Ich vertraue mein Kind einer Frau an, die komplett überfordert scheint und von meinem Kind anders denkt als ich. Ich bin frustriert und an schlechten Tagen knabbern auch wieder die Zweifel an mir selbst . Und doch bin ich gerade eine Löwenmama und kämpfe um mein Kind. Um meinen Jungen, der so lieb, so einfühlsam, so gefühlvoll und liebevoll ist und der sofort merkt, wenn etwas nicht stimmt.

 


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Dieser Beitrag hat 39 Kommentare

  1. sorry, dass ich schon wieder lehrer spiele, aber da steht auch einmal finn statt moritz…. nicht, dass das sein echter name ist…

    1. Liebe Julie,

      der Text ist von der Gastautorin.
      Ich habe ihn so übernommen, wie er mir zugeschickt wurde.

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  2. nur ein kommentar: schreckliche erzieherin! ich würde, wenn irgendwie möglich, den kindergarten wechseln!

  3. Ich bin gerade etwas sprachlos. vielleicht auch schockiert und schäme mich für diese Erzieherin, die scheinbar schlicht die Pädagogik, Partizipation und Empathie beiseite gelegt hat. Ich kann dir nur empfehlen, ein Gespräch mit der Leitung einzufordern. Diese kennt beide Seiten und könnte schlichten. Ich arbeite selbst als Erzieherin im U3 Bereich. Ich kann bestätigen dass wir einige Kinder haben, die sogar erst mit 4 Jahren trocken wurden. Kinder haben ihren eigenen Rythmus und es gibt sogar Berichte in denen bestätigt wird, dass es Jungs meist schwerer fällt, trocken zu werden, weil sie im sitzen ihre Blase nicht ganz entleeren können. Deshalb dürfen die Jungs bei uns in der kita zur Anfangszeit im stehen urinieren bis sie sich selbst einschätzen können. noch ein kleiner Anhaltspunkt, den mir ein Arzt bei einer Fortbildung gegeben hat: ist der stuhlgang regelmäßig fest, nicht mehr breiig o.ä., dauert es nicht mehr lang, bis das Kind sich entscheidet zur Toilette zu gehen. aber ganz wichtig, das kind muss sich dafür entscheiden! Bitte bleib eine Löwenmama! Ich wünsch euch alles Gute für die Zukunft und ich hoffe so, so sehr dass ihr bald wieder beide gern zur kita geht! es tut mir unendlich leid, in der heutigen zeit, sowas zu lesen!

  4. Es tut mir so leid, dass ihr das durchlebt. Ich weiß wie sich das anfühlt. Unser Kleiner war bei einer Tagesmutter und jeden Tag hatte ich ein schlechtes Gefühl, weil die Tagesmutter sich ausschließlich beschwerte und wie ich jetzt im Nachhinein gemerkt habe, systematisch die Eltern verunsichert, indem sie sich anmaßt, Diagnosen zu stellen. Es ist im Nachhinein unfassbar. Henri geht jetzt noch ein Dreiviertel Jahr in eine Krabbelstube bevor er in den Kindergarten kommt und ich bin unendlich erleichtert, dass wir diesen Wechsel auf uns genommen haben. Ich kann Dir leider nur raten, bring Dein Kind woanders hin. Es wird sich nicht ändern. Und lass Dich nicht verunsichern, Du bist die Mama und Du weißt am besten, was dein Kind braucht. Und egal, was man Dir sagt, du hast das tollste Kind der Welt, ob es jetzt mit 2 oder mit 4 auf die Toilette geht. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Liebe Grüße, Anne

  5. Ich arbeite selbst in einer Kinderkrippe und muss sagen , dass das Verhalten dieser Erzieherin gar nicht geht . Wenn man weiß, dass ein Kind zum „Auslaufen“ neigt , muss man die Windel eben regelmäßiger checken . Die Pflege und dazu gehört nun mal die Hygiene muss immer gewährleistet Sein. Und wie du schon sagst wenn dein Kind noch nicht soweit für die Toilette ist dann ist das eben so . Würdest du ihn zwingen , würde er ja genauso einnässen , was ja die gleiche Arbeit für die Erzieherin mit dem Umziehen ist . Sie könnte sich das ganz einfach ersparen wenn sie die Windel früher checkt so erspart die sich das lästige umziehen und deinem Kind die Scham .
    Es gibt eben ruhige Kinder die sich gerne selbst beschäftigen und es gibt Kinder die spielen lieber mit anderen . Alles ist normal , man muss es trotz allem im Blick behalten ob die Kinder zu beidem fähig sind . Mit gerade mal 3 Jahren braucht man definitiv noch keine festen Freunde . In der Krippe sprechen wir auch lediglich von Spielpartnern .
    Ich würde mit der Leitung in Kontakt treten. Sollte die Erzieherin die Leitung sein dann mit dem Trägern .

  6. Oh wie furchtbar ! Ich, Erzieherin, kann das gar nicht nachvollziehen. Bei uns sind 22 Kinder auf 2 Fachkräfte und unser Konzept würde schon alleine in eine ganz andere Richting arbeiten. Und Gott sei Dank stehen wir dahinter.
    Thema trocken sein: ja ganz genau! Die Kinder entscheiden selbst, wann sie soweit sind. Wir sind Begleiter und einige Kinder sind früh, einige später. Bei uns wechseln viele Kinder die Krippe mit einer Windeln. Es hat so viele Folgen, wenn man Kindef zu früh auf die Toilette umgewöhnt.
    Thema Sprechen: alleine durch seine Vorgeschichte mit der OP hat er so viel Zeit, wie er braucht ! Und eine gute Erzieherin unterstützt das Kind dabei und spricht nicht so vor den Eltern. Ich bin so sauer !
    Was ich tun würde (nicht, weil ich Mutter bin sondern, weil ich die Beschwerde Wege kenne): ich würde ein Gespräch suchen, in dem du der Erzieherin sagst, was dir alles Bauchweh bereitet und das du ungern her kommst. Das sich das auf dein Kind produziert und dass du dir wünscht, gemeinsam mit ihr zu arbeiten. Bevor überhaupt überlegt wird, dass das Kind auffällig ist, erstmal einen gemeinsam Plan macht, wie ihr die Sprache unterstützen könnt und zu der Toilette würde ich ihr ein Artikel aus dem Internet geben, wo auch beschrieben ist, dass das ein eigener Lernprozess ist ! Also so handhab ich das. Wenn ich bemerke, dass ein Kind etwas noch nicht kann (klingt jetzt komisch) aber als Beispiel, ein Kind bei mir in der Gruppe konnte rot und grün nicht erkennen und benennen. Alle anderen Farben schon. Und wir haben dadurch ein Projekt zum Thema Farben gestartet und haben mal geschaut und tatsächlich konnte sie sich das einfach nicht merken.
    Wenn das nicht klappt, dann ab zur Leitung und eventuell Zum vorstand/ zum Träger. Viele Eineichtungen haben ein Beschwerde Management. Das könntest du auch nutzen oder such dir eine Fachkraft, Die du magst und die deinen Sohng „sieht“ und nutze sie als Moderatorin in deinem Gespräch.
    Lage Rede kurzer Sinn. Es ist falsch und du musst das nicht ertragen ! Ich bin sauer, dass es solche Kolleginnen gibt !
    Alles Gute !

  7. Wow.
    Ich selber bin Erzieherin und habe mehrere Jahre Berufserfahrung in der Krippenarbeit sowie im Elementarbereich.
    Ich habe bisher auch immer in eingruppigen Einrichtungen gearbeitet – die Gruppen sind kleiner (15 Kinder im Alter von 1-3 : 3 ErzieherInnen, ist ideal) und vor allem ist der Austausch mit den Eltern intensiver.
    Ich bin der Meinung, dass jedes Kind so wie „es ist“ richtig ist. Jedes Kind hat stärken und Schwächen, Kinder sollten immer in ihren Stärken bestärkt werden und ihre Schwächen sollten geschwächt werden. Das bedeutet, dass ich Kinder nie Defizitorientiert betrachten sollte.
    Ich kann deine Gefühle nachvollziehen, ich finde es super das du diese Beständigkeit deinem Kind nicht nimmst – viele Eltern übertragen ungewollt diese Gefühle ihren Kindern gegenüber, dass erschwert den Kindern oft den Alltag im Kindergarten.
    Gibt es noch andere Erzieher? In einer gut organisierten Einrichtung, sollte es möglich sein die Bezugserzieherin zu wechseln.
    Wenn das Vertrauen und das Verhältnis dermaßen angespannt ist, ist es für beide Seiten unmöglich das Kind im Fokus zu behalten.

    Freundliche Grüße 🙂

    1. Finde ich sehr konstruktiv!

      Auch meine Tochter besucht eine integrative Gruppe und da die vorhandenen Plätze nicht belegt sind, kommen auch die Kinder ohne Nachholbedarf in den Genuss der Angebote. Ehrlich gesagt begeistert mich das, sie gehen Reiten, machen tolle Spiele und besuchen viele Einrichtungen der Stad- ein solches Programm ist in den anderen Gruppen nicht gegeben. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht,was an dem Angebot so schlimm ist, letztendlich wollt ihr beide das gleiche, das beste für den kleinen. Manchmal ist das nicht das was man sich wünscht, aber es muss deshalb nicht schlecht sein.

  8. Oh je das tut mir furchtbar leid ….so ein Verhalten um irgendwie zu zeigen das man ,,alles “ falsch macht.
    Wir hatten hier in der Krippe von meinem Sohn das Problem das die Kinder dort nur gewickelt werden wenn die Windel steckt ist . Nur nass gilt nicht und ich habe immer ein klitschnasses Kind wieder bekommen furchtbar. Wir leben auch sehr ländlich und es blieb mir kaum was anderes über als es auch immer wieder anzusprechen und es änderte sich aber nicht wirklich viel bis er trocken war. Furchtbar war das …. alles Liebe für euch !!

  9. Vielleicht wäre es noch eine Möglichkeit sich an die anderen beiden Erzieher zu wenden? Die Situation klingt so verfahren, dass es mehr als schwierig erscheint mit seiner Erzieherin wieder einen gemeinsamen Nenner zu finden. Ich wünsche dir alles Gute

  10. Hi!
    Also ich habe deinen Text grob überflogen liebe Gastautorin.
    Es ist schon ein merkwürdiges Verhalten dieser Erzieherin (ich bin selber Gruppenleitung). Beim ersten „Eingewöhnungsgespräch“ sollte man ein gutes Gefühl vermitteln und gegebenenfalls „Verzögerungen“ im Auge behalten und ein extra Gespräch vereinbaren oder bis zum nächsten Termin warten. Das mit der Windelsituation ist für mich nicht nachvollziehbar, das Kind entscheidet und nicht die Erzieherin. Dem Kind sollte man Zeit geben. Allerdings…wenn es um 8 Uhr gebracht wird, finde ich 11:15 wickeln absolut im Rahmen!?!?!? Das war bislang in allen Einrichtungen so Gang und Gebe. Mit der Logopädie mit 3 (!!!!!) … da kann ich auch nur mit dem Kopf schütteln…. aber auch Kinderärzte geben oft falsche Informationen „Top fit und super entwickelt“ raus, da hab ich auch schon so manches Mal mit dem Kopf geschüttelt…
    vereinbare doch mal ein Gespräch mit der Leitung.

  11. Ganz ehrlich, wenn es so ein Krampf und vielleicht auch Gespräche über einen Gruppenwechsel oder mit der Leiterin nicht die Lösung sind und man ein so ungutes Gefühl wie beschrieben hat, dann muss egal sein, dass man den Platz „unbedingt“ braucht, dann würde ich mein Kind sofort aus der Einrichtung nehmen!
    Wir selber handhaben das in etwa ähnlich, weil wir unser zweites Kind unbedingt in die Einrichtung unseres Ersten Kindes geben wollen. Aus verschiedene Gründen geht und soll es nicht anders sein. Und nein, wir können uns mir über ein halbes Jahr ohne Job daheim zu bleiben nicht leisten, aber es muss gehen, weil es so unendlich wichtig ist, dass sich die Kinder in der Betreuung wohl fühlen. Sie sind da 5 Tage die Woche meist 9 Stunden, das ist für die mindestens so anstrengend wie ein Arbeitstag für uns. Und dann haben sie auch das Recht darauf, dass es ihnen gut geht. Würde unser Chef uns nicht gut behandeln würden wir auch kündigen.

  12. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum immer von „der Erzieherin“ die Rede ist, obwohl es doch insgesamt drei sind. Daher würde ich zunächst das Gespräch mit einer von den anderen zwei Erzieherinnen suchen und ggf. auch mit der Leitung der Einrichtung.
    Wenn so etwas im Raum steht, wie „das Kind integriert sich nicht“ würde ich außerdem nach Videomaterial o. ä. fragen. Bezüglich des Entwicklungsstandes könnte ggf. auch eine Zweitmeinung durch einen weiteren Kinderarzt nicht schaden, um das Kind ggf. noch gezielter zu fördern.

    Vielleicht ist es eher ein Kommunikationsproblem zwischen der Erzieherin und Euch als Eltern als ein tatsächliches Entwicklungsproblem Eures Sohnes.

  13. „Ich bin allein der Experte für mein Kind und niemand sonst!“ Vielleicht könntest du das dieser Horror-Erzieherin einmal sagen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Gespräche bei einem so schlimmen Dissens nichts nützen. Sie wühlen dich nur auf! Achte auf dein Kind, wenn es unter der Erzieherin nicht leidet, lasse alles so und vermittle dieser Person deine Stärke, indem du nur milde lächelst, sollte sie wieder zum Angriff ausholen. Du hast dir deine Antworten bei einer Ärztin gesucht und kannst mit innerer Gewissheit sagen, alles ist gut so wie es ist. Klingt blöd, aber die Zeit und auch dein Kind regelt vieles von selbst! Was die Windeln angeht, würde ich aber tatsächlich bei der Leitung kürzere Wickelintervalle einfordern, mit Hinweis auf die einzuhaltenden Hygienevorschriften! Alles Gute!

  14. Ich bin natürlich der Meinung dem was die Erzieherin sagt ernsthaft gegenüber zu treten, aber auch ich hätte dir dazu geraten den Kinderarzt zu befragen und bin ganz froh, dass er dich bestätigen konnte. Es klingt für mich so als ob die Erzieherin künstlich etwas aufbauscht und vielleicht verfolgt sie sogar einen Plan die Kita oder ihre Arbeit besonders zu machen wenn sie ein integrations Platz hat? Oder wäre der dann nicht in dieser Kita gewesen. Dann sieht es eher so aus als ob sie selbst keine Lust hat den kleinen los werden will. Ich würde sofort um ein Gespräch bei der Leiterin oder dem Leiter bitten und eventuell die Gruppe wechseln bzw. die Erzieherin zurecht weisen. Natürlich so dass dem kleinen nichts auf die Füße fällt. Für mich klingt es ganz normal entwickelt. Ich wünsche euch alles Gute.

    Katharina

  15. Wir haben das auch durch und schließlich einen Antrag auf Wechsel bei unserer Gemeinde gestellt (wohnen auch auf den Land). Man muss da bei den Sachbearbeitern wirklich dran bleiben und immer wieder nerven… irgendwann war doch ein anderer Platz frei. Meine Kleine fühlt sich jetzt pudelwohl – ein Unterschied wie Tag und Nacht.
    Bei uns war die seltsame Erzieherin leider gleichzeitig die Leitung und Gespräche haben gar nichts gebracht. Wünsche Dir viel Kraft und dass ihr bald wechseln könnt.

  16. Meine kleine war auch erst mit knapp 3,5 sauber. Na und? Das sollte von alleine klappen und nicht wie früher unter Zwang. Ich würde mich an die Vorgesetzten wenden und versuchen einen anderen Platz zu bekommen. Ich denke Mal wenn dort so grundlegende Sachen nicht klappen will ich nicht wissen was da noch für Missstände sind.

  17. Wow… Entsetzen. Und Kopfschütteln.
    Was für eine furchtbare Erzieherin! Unser Sohn ist vor 3 Monaten 3 geworden. Er trägt auch noch eine Windel, beobachtet andere Kinder noch oft beim Spielen, spielt oft gerne alleine und seine Sprache hat sich erst seit Beginn des Kindergartens letzten Sommer entwickelt. Er spricht also auch noch nicht so perfekt und deutlich, obwohl er schon große Fortschritte gemacht hat. Er ist ansonsten ebenfalls ein total normal entwickeltes Kind, das für manches einfach noch mehr Zeit braucht, sich sehr für Technik und Natur interessiert und ein feines Gespür für angespannte Situationen hat. Sehr ähnlich also zu deinem.
    Mit seinem Kindergarten haben wir echt Glück gehabt. Wir hatten zuerst keinen Platz erhalten und sind dann durch die Absage eines anderen Elternpaares „nachgerutscht“. Die Erzieherinnen seiner Gruppe – er hat ebenfalls 3 bei 22 Kindern – finden wir toll. Keine von ihnen hat sich bei uns je über ihn „beschwert“, weder über die Windel, noch Sprache oder Sozialverhalten. Schon gar nicht die Empfehlung eines Integrativplatzes. Im Gegenteil. Unser Sohn wird tatsächlich so angenommen, wie er ist, seine Entwicklungsschritte werden gesehen und positiv hervorgehoben und wir haben das Gefühl, dass er gemocht wird – und er im Gegenzug auch den Kindergarten und die Erzieherinnen mag.
    Die Erzieherin, die du beschreibst, verhält sich unmöglich! Sie verstößt klar gegen die heutige Sicht der bindungsorientierten Pädagogik und wahrscheinlich auch gegen das Konzept des Kindergartens. Lass dir die Grundsätze des Kindergartens doch mal aushändigen und notiere dir das, was bereits gesagt und von deiner Seite aus durch Gespräche versucht wurde, für eine Beschwerde bei der Leitung oder beim Träger. Eine Beschwerde über die Erzieherin finde ich mittlerweile absolut angebracht.
    Parallel dazu würde ich zumindest auch anfragen und versuchen, einen anderen Kindergartenplatz zu erhalten. Die Situation mit der jetzigen Erzieherin scheint bereits so verfahren, dass es schwer fällt, an eine Besserung zu glauben. Letztlich wirkt es sich vor allem auf dein Kind aus und das wäre einfach noch trauriger als bisher.
    Ich wünsche dir viel Kraft, höre weiterhin auf dein Bauchgefühl und kämpfe für dein Kind. Du bist im Recht!!! Alles Gute!

  18. Liebe Autorin,

    ich selber studiere Kindheitspädagogik und arbeite täglich mit Kindern zusammen – in KiTas und in Schulen. Was du berichtest, ist auf jeden Fall ein Grund auch mit der Leitung des Kindergartens ein Gespräch zu führen.

    ErzieherInnen stehen der Elternkooperation zum Teil mit einer katastrophalen Einstellung gegenüber. Die Eltern als Experte für ihr eigenes Kind wahrzunehmen und zu achten ist der Schritt zu einer gelingenden Bildungs- und Erziehungspartnerschaft und genau das tut diese Erzieherin gerade nicht. Selbst wenn Moritz Entwicklungsverzögerungen vorweisen würde, darf ein Gespräch nicht so ablaufen, wie Du es schilderst. Das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl, Wertschätzung und Respekt. Und einen Integrationsplatz zu beantragen halte ich – wenn auch als Ferndiagnose – bei dem Entwicklungsstand für völligen Schwachsinn. Natürlich gibt es Anhaltspunkte, an denen wir uns alle orientieren, wenn es um die Entwicklung eines Kindes geht. Aber gerade hier geht es ja auch darum, jedes Kind individuell zu betrachten, ressourcenorientiert zu arbeiten, Zeit zu geben – und nicht diese Schublade aufzumachen: Entwicklungsverzögert. Mir tut es sehr leid, dass Du diese Erfahrung machen musst.

    Ich würde – wie oben geschrieben – bei verhärteten Fronten die Leitung miteinbeziehen. Falls dies zu keinem Erfolg führen sollte, gibt es auch die Möglichkeit sich an den Träger zu wenden. Zur Not gilt es die Kindertageseinrichtung zu wechseln, auch wenn es einen Wechsel seines gewohnten Umfeldes mit sich bringt. Aber so ist es für alle Beteiligten belastend.

    Alles Gute für Dich.

  19. Wie furchtbar… aber vor allem wie furchtbar für deinen Sohn. Wenn er jeden Tag mit einem schlechten Gefühl in den Kindergarten geht. Und von seiner Erzieherin drangsaliert wird. Und niemand weiß, ob diese Situation nicht noch Einfluss auf sein weiteres Leben hat. Klar er ist erst 3, aber er hat keinerlei Einfluss auf diese Situation und das stelle ich mir wahnsinnig frustrierend und enttäuschend für ihn vor.
    Ich würde ein Gespräch mit der Leitung des Kindergartens führen. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, die Gruppe zu wechseln. Kämpfe für dein Kind! Du bist seine Vertrauensperson. Keinem Kind sollte so eine Erzieherin zugemutet werden. Und seine Geschichte macht mich richtig wütend und traurig zugleich.

  20. Es wurden schon so viele Ratschläge verteilt. Das wichtigste ist bestimmt ein Gespräch mit der Erz. und der Leitung. Und die Bezugserzieherin zu wechseln fände ich nur ansatzweise befriedigend, da die betreffende Erzieherin ja weiterhin mit in der Gruppe ist und dadurch ebenso mit dem Kind/den Eltern zu tun hat.
    Eins möchte ich noch anmerken: Nicht alle Eltern nehmen es gut auf bzw. können es überhaupt annehmen wenn man ihnen mitteilt das ihr Kind einen Förderbedarf hat. Ein I tergrationsstatus empfohlen wird. Und leider entstehen dann Spannungen und Missverständnisse. Auf beiden Seiten! Die oben aufgeführten Gründe reichen meiner Meinung nach nicht für einen I-staus aus. Evtl. kann die Mama ja auch mal in der Gruppe hospitieren oder dann die Logopädin. Wenn diese eine Vertrauensperson ist/wird. Alles Gute für die Familie.

  21. Ich kann so genau nach empfinden was die liebe Mami empfindet und hoffe sehr das es Vllt noch einen positiveren weg nimmt oder ein Kita Wechsel doch in Betracht werden kann.
    Wir hsben ähnliches in den Emotionen erlebt. Unser Sohn ist in August in den Kiga gekommen mit 2 . Er ist ein Wildfang mit sehr sehr dtsrkwr willenskraft und konnte kaum ein Wort sprechen dafür hat er leider viel gehauen und geschubst… mir ist das immer bewusst. Lasse meinen Sohn nie unbeaufsichtigt mit anderen kids damit ich einschreiten kann wenn er zu turbulent ist. Zu dolle umarmt. Oder was wegzieht und das Kind mit umfällt.er hat viel Kraft… und zeigt einfach ganz genau was er will und noch stärker was er nicht will… im kiga hatte ich direkt schiss sie es wird weil ich ja wusste wie er ist… und in den ersten drei Monaten durfte ich mir abhören auf die Frage was er schönes gespielt hat. Mh Joa gespielt hat er eigentlich gar nicht. Eigentlich hat er mir gehauen… das ganze ging so 3 bis 4 mal in 2 Monaten… mit mir würde nur gesprochen wenn ich gefragt habe.. Erzieher Mängel..keine Leitung im kiga. Schlechte Orga… ich habe mich schlecht gefühlt.. seiner zweifel was ich falsch mache in der Erziehung… bis ich weinend nach Hause gegangen bin nachdem wieder mal nur kam er haut nur…
    Ich habe micj bemüht und Hilfe gesucht… mein Kind ist normal aber doch irgendwie besonders und mir hat es leid das er nicht sagen konnte was er möchte. Jetzt wird in Sommer der Kiga gewechselt..ein integrationsplatz… toller Kindergarten. Freue mich sehr . Er bekommt sprach Förderung… und ich Erklärungen das alles so gut ist und er einfach einen sehr starken Charakter hat… ich muss lernen ihn zu verstehen und ihm positiv seine Grenzen zu zeigen..

    Aber so ich hin wollte.. die Erzieherin die mich zum weinen gebracht hat..zu der bekomme ich auch kein Vertrauen mehr.. noch 4 monate dann können wir wechseln und das ist schon doof so Gedanken zu hsben wenn man sein Kind dort abgibt und eigentlich denkt es soll alles gut sein…
    Deswegen liebe Mami hör auf dein Bauch und Herz… ihr werdet euren weg finden

  22. Was für eine schlechte Erzieherin und wahrscheinlich auch ein sehr inkompetentes Team! Ich bin Erzieherin und Mama.
    Ein Kind darf so lange eine Windel tragen, wie es will. Wenn man es total falsch angeht, kann es fatale Folgen haben.
    Also: die Windel bleibt an und muss mehrmals gewechselt werden. Wenn zwei Kinder vor dem Anziehen auf dem Klo hocken, kann man deinen Sohn schnell im Stehen oder Liegen wickeln.
    Sprache: Wenn die Ärztin Logopädie verschreibt, reicht das vollkommen. Die Erzieherin darf sich ja mal mind. zehn Minuten am Tag mit deinem Sohn hinsetzen und ein Sprach-/Technik-Angebot machen.
    Der Integrationsplatz ist echt wohl nicht von Nöten.
    An deiner Stelle würde ich aber gar nicht mit der Erzieherin weiter reden, sondern das Gespräch mit der Leitung fordern. Danach kann man ein Lösungsgespräch zu dritt suchen.
    Alles Gute weiterhin!

  23. Wie ich die Mama verstehen kann, (sei gedrückt) es könnte unser Junge sein OP Zeitpunkt war auch Februar, Sprache ähnlich.
    Bei unserer Tagesmutti war bis zum Sommer alles gut, sie ging super auf die Kinder ein und nun … KITA 😢
    Nur eine Kurzversion:
    Wir haben bewusst eine kleine Kita gewählt mit gerade 40 Kindern , 4 Erzieher ! Wir führten unendlich viele Gespräche selbst mit der Leitung keine Besserung, ans Jugendamt gewandt, hmm nichts, … unser Kind spielt viel allein oder mit 2-3 Kindern. Für uns ist das in Ordnung nur die Erzieher,… es ist seine Sprache meinen sie. Er geht seid Mai 2017 zur Logopädie, nun sogar eventuell erneute OP. Seitdem der Frühling wieder da ist hört er wieder gut 😆 Sprache wird besser! Wir hoffen damit auch das Kita Problem!

  24. Hallo! Erstmal Danke für den Beitrag, denn ich finde das ist ein ganz schwieriges Thema…
    Kein Kind muss mit 3 windelfrei sein! Und wenn er nicht gewickelt wird, grenzt es meiner Meinung nach schon an unterlassene Fürsorge. Denn das ist es, was du tust: du übergibst dein Kind in eine Einrichtung, damit man sich dort kümmert – wenn man es genau nimmt, ist es ja ein Vertrag. Du unterschreibst ihn, die Einrichtungsleiterin unterschreibt und ich frage mich gerade ein bisschen ob hier nicht sogar der Vertrag gebrochen wurde. So wie die Erzieherin vorgeht, ist schließlich nicht der Normalfall (sollte es ja auch auf keinen Fall sein!). Sprich doch mal mit der Einrichtungsleitung! Oder auch den anderen Erziehern! Es muss ja noch andere Ansprechpartner als DIESE eine Erzieherin geben… ich wünsche dir, dass du einen wertvollen Gesprächspartner findest, der erstmal zuhört und sich dein Anliegen zu Herzen nimmt. Du hast das Herz einer Löwenmama, die für ihren kleinen Löwenjungen kämpft! Viel Erfolg!

  25. Die Dame arbeitet wohl noch nach der Steinzeit Pädagogik. Ich arbeite selbst als Erzieherin und würde euch vorschlagen euch an die anderen beiden Erzieherinnen oder direkt an die Leitung zu wenden. Schrecklich, dass es heute noch ErzieherInnen gibt die so altertümlich arbeiten.

  26. Peinlich. Also die Erzieherin. Ehrlich mal. Wie sieht es denn mit den anderen Erzieherinnen aus? Hast du mit denen denn mal gesprochen? Sehen die das alles genauso? Du solltest dringend mit der Leitung sprechen (die wird sich natürlich nicht wie ein gefräßigen Tiger auf ihre Kollegin stürzen und vor dir schlecht machen, aber sie sollte dir zuhören und nach Lösungen suchen). Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, dass er in eine andere Gruppe geht. Die ist dann wahrscheinlich keine IGruppe mehr, aber die Kollegen arbeiten vllt etwas anders. Wenn der KiGa dir ansonsten zusagt und es eh kaum alternativen gibt. Ich finde du klingst wie eine Mutter, die ihr Kind gut einschätzen kann und ‚Probleme‘ (ich nenne es Mal so, du weißt hoffentlich, was ich meine) auf dem Schirm hat und realistisch einschätzt. Viele Erzieherinnen meinen auch sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gefressen und jeder quer sitzende Pups müsste irgendwie therapiert werden. Und ich bin selber auch Erzieherin. Wichtig ist, dass ihr euch dort wieder wohlfühlt, also Gespräch suchen. Dringend!

  27. Oh jeh!
    Fiese Geschichte; das einzig Schöne an ihr ist, wie klar und einfühlsam DU Dein Kind siehst. Wie mutig und liebevoll DU bei ihm bist und ihn annimmst – im Übrigen sämtlich Eigenschaften, die für die Erzieherin (!) obligatorisch sein sollten.
    Hut ab!, dazu gehört so viel Kraft. Und es raubt so viel Kraft.
    Wir hatten eine ähnliche Situation, und ich habe lange versucht, in der Einrichtung eine Lösung zu finden. Betete mir die üblichen Argumente vor: unmöglich, einen anderen Platz zu finden, wir sind so froh, überhaupt einen zu haben, vielleicht landen wir bei einem Wechsel vom Regen in die Traufe etc. Irgendwann waren wir alle, Kind wie Eltern, nur noch erschöpft. Und als ich bemerkte, dass die ständige Herumkritisiererei „Früchte“ trägt – wir uns nämlich verunsichert gefragt haben, ob die Einrichtung nicht doch recht hat…?, mit unserem Kind etwas „nicht stimmt??…“… – habe ich die Reißleine gezogen. Ich habe – zig Einrichtungen abgeklappert, wieder und wieder und wieder, immer wieder. Habe ehrlich unsere Geschichte erzählt – und an der Reaktion sofort gespürt, ob ein Wechsel dorthin gut wäre (Verständnis, Entsetzen) oder eben nicht (Zögern, Ablehnung). Eine Leitung sah sofort die Notwendigkeit eines Wechsels; eine Woche später ging die Eingewöhnung los. Und was soll ich sagen – unser Leben ist völlig verändert. Das Kind geht von Tag eins an wieder gerne in den Kindergarten. Es ist wieder „das alte“; fröhlich, selbstbewusst, offen. Als ob ein Schalter umgelegt worden sei. Und wir Eltern können wieder durchatmen. Und uns bestätigt fühlen in dem, was wir doch immer wussten: was für ein wunderbares Kind wir haben. Im Nachhinein kommen mir die Monate in der ersten Einrichtung wie ein schlechter dumpfer trauriger Traum vor, aus dem wir ENDLICH alle erwacht sind. Ich ärgere mich über jeden Tag, den wir mit dem Wechsel gewartet haben. Lange Rede…: hör (weiterhin!) auf Dein Bauchgefühl. Es gibt IMMER eine Alternativlösung!! Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und drücke Dir ganz feste alle Daumen, dass Du eine findest – wie auch immer sie für Euch aussehen kann. Unbekannte, ganz liebe Grüße!

  28. Ich bin Ergotherapeutin und darf aufgrund von Fortbildungen auch in der Frühförderung arbeiten. Ich habe viele Kinder erlebt, die Sprachprobleme haben und tatsächlich muss man, wenn es gravierende sind, sich erstmal in das Kind einhören. Aber sich so zu verhalten und ihn derart „klein und falsch und nicht richtig“ zu charakterisieren finde ich unmöglich.
    Ein I- Platz ist tatsächlich etwas, was dem Kindergarten viel Geld einbringt und insbesondere Frühchen werden sehr gerne gefördert/ bekommen diese Förderung, damit sie möglichst altersentsprechend aufwachsen. Die Argumente die sie dort zieht, sind exakt die Schlagwörter, die eine Frühförderung begünstigen würden. Clevere Erzieherin und vllt sogar DIE Heilpädagogin dieser Gruppe???
    Ich sehe deine Bemühungen und denke, dass eine Mutter vieles spürt, aber vllt nicht immer alles. Und leider sind Kinderärzte auch oft nicht die besten „Diagnosegeber“.
    Aus meiner Sicht würde ich zunächst das Gespräch mit der Logopädin suchen. Die ansprechen wie sie explizit die non- verbale aber auch für verbale Kommunikation sieht. Wie sie die Interaktion deutet, vllt sogar mal einmal Logo mit nem anderen Kind gemeinsam?! und sie dann zu Ihrer Meinung über die sozial- emotionalen Kompetenzen befragen.
    Wenn sie sagt, dass aus therapeutischer Sicht da leichte Defizite bestehen, wobei er ja erst 3 ist, dann besteht für dich die Möglichkeit dich bei der Stadt/ dem Gesundheitsamt mal bzgl Frühförderung zu erkundigen.
    Dort sitzen völlig unabhängige Fachkräfte. Vllt braucht er leichte Hilfen, vllt aber auch nicht.
    Und aus dem was du erzählst,/ berichtest denke ich, dass vllt Frühförderung ok wäre, vllt, aber er sich total toll entwickelt hat. Und dass ist der Verdienst von euch Eltern.
    Du kannst die Erzieherin ja mal ansprechen, dass eventuell eine E-Maßnahme (Einzelintegrationsmaßnahme) für ihn sinnvoll wäre, was sie darüber denke. Das wäre nämlich min 1 std wöchentlich im Kindergarten, wo er begleitet würde. Und die wenigsten Heilpädagogen wollen eine zusätzliche Kraft/ „Kontrolle“ in ihrer Arbeit.
    Aus frühförderischer Sicht würde ich sagen, vllt ist bedarf, als Mutter weiß ich, dass man manches bei seinem Kind auch nicht sieht.
    Und vllt ist der soziale Kontakt zu befreundeten Kindern auch durch euren großen leichter. Aber das sind Vermutungen.
    Fakt ist, sie hat kein Recht dich so unter Druck zu setzen. Informier dich und somit kannst du ihr auch Argumente entgegen bringen.

  29. So, auch ich möchte ganz kurz etwas zu diesem Thema schreiben.
    Als erstes, ich finde das total furchtbar. Ich bin mittlerweile auch der Meinung, dass so etwas einfach nicht funktioniert, auch nicht auf dem Land.
    Wir wohnen selbst auf dem Land und bei unserer ersten Tochter war ich selbst auch noch nicht stark genug und habe mir manchmal sagen lassen, was man besser machen oder eben nicht machen sollte. Auch wenn es uns viel Kraft gekostet hat.
    Jetzt bei unsrer zweiten Tochter wollte ich einen Gruppenwechsel, der war laut Erzieherin nicht möglich. Nicht einmal um auszuprobieren, ob es dann besser wird. Und ab da war meine Geduld am Ende. Ich werde mir nicht, wie die Erzieherin es vorschlug, eine Tagesmutter nehmen, oder einen Therapeuten aufsuchen oder sonstiges. Nein, ich werde verdammt nochmal den Kindergarten wechseln.
    Und was soll ich sagen, es hat funktioniert. Wir haben nicht locker gelassen.
    Manchmal stimmt eben einfach die Chemie nicht zwischen Kind unf Erzieherin und ich finde das reicht schon aus, oder ist definitiv ein Grund, warum ein Wechsel versucht werden sollte.
    Also wenn es dir so schwer fällt oder deinem Sohn so viel Kraft kostet, dann würde ich eine Alternative suchen. Sich zuerst an den Träger wenden (Gemeinde oder Kirche?) Und dann weiterschauen.
    Ich drücke euch die Daumen. Ganz viel Kraft für euch!!!! Liebe Grüße

  30. Ach du meine Güte,
    ich bin selber Kindergartenpädagogin und geschockt von diesem Beitrag- laut neuesten neurologischen Erkenntnissen kann die Sauberkeitserziehung bis ins 6. Lebensjahr hinein dauern- sobald da gedrängt wird, ist dies natürlich kontraproduktiv….. Ich höre inmer wieder von schwarzen Schafen in meinem Berufsfeld, dabei sehen ich nicht ein, dass dies auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird. Sprich mit der Leitung, fordere ein Gespräch beim Erhalter ein! Die meisten Kinder spielen im ersten Kindergartenjahr viel in angeleiteten Spielprozessen und alleine- daran ist nichts auszusetzen, immerhin müssen sie sich in dem neuen sozialen Konstrukt erstmal zurechtfinden…… Es tut mir wirklich leid, welche Erfahrung du jetzt machen musst, ich wünsche euch viel Kraft und vor allem: LASST EUCH DAS NICHT GEFALLEN!

  31. Achja, im übrigen geht unsere Tochter wahnsinnig gerne in den Kindergarten seit wir gewechselt haben 🙂

  32. Hallo, wie wütend es mich macht, deinen Text zu lesen. Man sollte doch meinen Erzieherinnen würden besonders geschult und sollten daher erst regt Verständnis haben für die Schwierigkeit des trocken werdens. ..

    Ich würde das Thema bei der Kita-Leitung ansprechen. Es gibt Vorschriften und an die muss man sich halten (Stichwort Windelprotokoll). Das klappt auch in Winrichtungen mit deutlich mehr Kindern/weniger Erzieherinnen. Wenn die Kita-Leitung uneinsichtig ist, geh direkt zum Träger.
    Drücke alle Daumen!

  33. Ich verstehe nicht, wie den Eltern gleich nach der Eingewöhnung soviel Unmut gemacht werden kann. Ich bin auch Erzieherin und das wichtigste für mich ist, dass sich das Kind im 1. Jahr wohlfühlt in der Gruppe und sich zurechtfindet. Natürlich werden alle Bereiche beobachtet, allerdings kann man gewisse Entwicklungen/Verhalten erst nach einer längeren Zeit erkennen und beurteilen. Wir sind in unserer Gruppe 2 mit 28 KINDERN davon 5 Wickelkinder. Wenn ein Kind ausläuft, was leider passieren kann, (vorallem wenn Kollegin krank ist /Urlaub hat) mach ich mir ehr einen Vorwurf, anstatt dem Kind / Eltern zwecks Sauberkeitserziehung. Natürlich liest man in dem Bericht nur deine Seite und vieles kann vielleicht auch falsch rüberkommen von der Seite der Erzieherin. Ich würde nach den Beobachtungsbögen fragen ob diese von allen 3 Kräften ausgefüllt werden um ein objektives Ergebnis zu erhalten. Bei uns in Bayern wird der Seldak/Sismikbogen (Sprache) erst mit 3,5 / 4 Jährigen ausgefüllt. Ich würde auf „Beweise bestehen und nicht auf Beurteilungen aus dem Bauch heraus. (Auch wenn das Bauchgefühl in dem Job oft richtig liegt) 🙂 Jedes Kind geht seinen eigenen Weg in der Entwicklung und man sollte da schon etwas Spielraum lassen 😉

  34. Ich kann kaum in Worte fassen, wie leid mir das tut, was du da durchleben musst! Ich weiß nicht, was ich machen würde, denn die Situation mit den Kindergärten ist schwierig. Es ist einfach, jetzt von außen zu sagen: sofort aus dem Kindergarten nehmen! Aber es ist in der Realität halt nicht ganz so leicht. Ich hoffe, ihr findet eine Lösung! Und ich hoffe, niemals in diese Situation zu kommen, denn allein bei der Anteilnahme an deiner Geschichte könnt ich Rotz und Wasser heulen. In der sozialen Branche gibts so viele schwarze Schafe und gleichzeitig so eine Unterbesetzung dass man fast für jedes schwarze Schaf dankbar sein muss 🤷🏻‍♀️ Schrecklich. Alle Gute! ❤️

  35. Da ein KiTa Wechsel auf dem Land wirklich nicht leicht ist würde ich vielleicht mir mal ein Gespräch mit einer anderen der 2 Erzieher suchen.
    Bezugsperson hin oder her aber das geht nicht.
    Ansonsten mal ans Jugendamt wenden

  36. Ich könnte auch eine sehr lange und ähnliche Geschichte erzählen. Wir haben den Kindergarten gewechselt, da es so schlimm war. Kinder sind Individuen und jedes Kind hat sein Tempo und Aufgabe ist es, jedes Kind bei seinem Stand abzuholen und zu begleiten. Nur leider ist es oft so, dass Kinder einfach funktionieren sollen und jede Abweichung verurteilt wird, ohne die Persönlichkeit zu kennen.
    Alles Gute und viel Kraft wünsche ich!

  37. Ich könnte auch Bände über überforderte Erzieherinnen schreiben , inklusive sexuelle Übergriffe und Einschaltung des Jugendamts.

    Aber zu deinem Problem, wechselt unbedingt die Kita. Auch wenn es schwierig wird, nehm deinen Sohn unbedingt dort raus. Die Kindergartenzeit soll etwas wunderbares für jedes Kind sein , Kämpfe dafür!

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