Meine liebe Katja hat in den letzten zwei Jahren eine Menge erreicht. Und das schlichtweg dadurch, dass sie an ihrem Mindset gearbeitet hat.

Im übrigen hat sie bereits HIER schon einmal eine Gastkolumne für euch geschrieben. Nämlich ihre Geburtsgeschichte.

Wie ich mein Leben in die Hand nahm,
mit 25 bin ich ERWACHSEN.
Kraft der Gedanken, Mindset!

 

Ich heiße Katja ( bei Instagram @katerinapetrik ) und bin jetzt 25.

Ich habe ein Haus, ein Mann, ein Kind, stehe fest im Job, kann machen was ich will…. denn ich bin mit 25 ja schon erwachsen. So ungefähr habe ich mir meine Zukunft als 25- jährige in meiner Kindheit vorgestellt.

Doch was habe ich jetzt, mit 25?

Wir schrieben das Jahr 2014.  Ich war 23. Und meiner Rechnung nach, sollte ich in eineinhalb Jahren ein Traumleben haben, fest im Leben stehen und auf jeden Fall nicht mehr mit Puppen spielen wollen. Ok, das mit den Puppen bekam ich noch irgendwie hin, doch ansonsten sah die Realität etwas anders als gedacht aus.

Ich war zwar schon verheiratet, doch Haus? Jobvorstellungen? Kinderplanung? Nein, nicht wirklich.

Wir wohnten in einer 35 Quadratmeter Mietwohnung. Ich hatte meine Sportkarriere an den Nagel gehängt, mein Lehramt-Studium abgebrochen und angefangen Slawistik (wer braucht das?) zu studieren. Arbeitete ab und zu als Hostess und war alles andere als erwachsen. Ich lag stundenlang im Bett, zog mir Serien rein und Guido Maria Kretzschmar war bei Shoppingqueen mein bester Freund.

2015

2015. Eines der schönsten Jahre meines Lebens. Ich war 24. Unser Sohn wurde geboren.

Ok, somit war ich schon etwas näher an meiner Wunschvorstellung. Jedoch hat sich im Kopf nicht viel verändert. Wir zogen zwar in eine große und wunderschöne Wohnung, aber so richtig was mit meinem Leben anfangen, konnte ich aber nicht. Ich wusste immer noch nicht, was ich nach dem Studium mache, wie ich zu dem „tollen Leben“ kommen sollte.

Doch irgendetwas hatte sich in mir verändert. Wenn du Mama wirst, lernst du Verantwortung zu tragen. Andere Verantwortung…Du beginnst Zeit mehr zu schätzen. Sich an Kleinigkeiten des Lebens zu erfreuen. Ich beendete meinen Bachelor und zog im Eiltempo meinen Master durch. Lernen ging jetzt leichter. Eigenartig, aber ich hatte mehr Zeit. Und wenn im April das Semester begann, hatte ich im Mai schon alle Hausarbeiten abgegeben. Ich lernte mit der Zeit anders umzugehen. Sie zu wertschätzen.

2016, ich werde 25. Und nun?

Januar 2016. Im Juli habe ich Geburtstag und werde 25. Habe ich das Leben, was ich als Kind wollte?

Februar 2016. Ich bin 24. Mein Mann Max entdeckt im Internet ein Buch. „Poor Dad, Rich Das“* von Robert Kiosaki.

Dieses Buch verändert unsere Sichtweise auf das Geld, auf die Menschen, auf unser Leben und auf uns. Dieses Buch war der erste Baustein. Es verursachte eine Kettenreaktion.

Meine Eltern haben mir immer gesagt, dass ich einen sicheren Angestelltenjob brauche. Genau deswegen hatte ich mich dazu entschlossen, Lehramt zu studieren. Um bis 65 an einer Dorfschule den Kindern das ABC beizubringen. Doch war es wirklich meins? Naja… eigentlich nicht.

Dieses Buch half uns, inne zu halten. In den eigenen Wünschen zu wühlen und sich selbst zu fragen, was man will. Es nahm uns die Angst. Wir trauten uns. Trauten uns, unser Ding zu machen.

Nach Kiosakis Buch, kamen noch viele andere. Bodo Schäfers „Die Gesetze der Gewinner“*, Dirk Kreuter mit seiner „Vertriebsoffensive“, Alex Düsseldorf Fischer „Reicher als die Geissens“, Napoleon Hill „Denke nach und werde reich“, Timothy Ferris „Die vier Stunden Woche“*, Matthew Mockridge mit seinem Podcast. Und und und…..

Wenn man einmal auf diese Schiene kommt, findet man immer mehr und mehr Sachen, welche hilfreich sein könnten und einen zum Erfolg und dem Leben führen, welches man sich wünscht.

Dezember 2016. Ich bin 25. Habe Mann, Kind, eine eigene Tennisakademie, und die Zusage zur Dissertationsverfassung im Gebiet Slawistik.

Heute kann ich sagen, dass ich genau das habe, was ich will. 
Ich habe gelernt anders zu denken.
Nicht das Geld zu sehen, nicht den sicheren Job zu lobpreisen. 

Habe inne gehalten, in mich gehört und mich gefragt, was ich der Menschheit geben kann. Was kann ich gut? Ich habe mein Leben lang Tennis gespielt. War in der weißrussischen Nationalmannschaft, warum sollte ich nicht meinen Traum leben und nicht mal eine eigene Tennisakademie haben?

Im Mai beschlossen, im August schon stolzer Inhaber einer OHG. Und nicht mal drei Monate später läuft es so gut, dass ich schon meine Familie davon ernähren könnte.

Mein vorerst „vor- sich – hin- studieren“ erwies sich auch als hilfreich. Ich bin bilingual aufgewachsen und kann deswegen deutsch und russisch gleich gut (oder schlecht).

Warum sollte ich nicht auch hier den (Mit)Menschen einen Nutzen bringen? Etwas erforschen, was vielleicht ein Anderer nicht kann und damit etwas hinterlassen.

Ich beginne bald mit meiner Doktorarbeit. Untersuche Kindertagebucheinträge, welche während des Zweiten Weltkriegs verfasst wurden. Schildere die Sicht der Kinder auf den Krieg. Warum hat das bisher niemand getan? Weswegen wurden sie nicht gehört? Ein Kind log nicht. Es wurde nicht politisch beeinflusst. Es hatte seine eigene, naive Sichtweise. Es war naiv und ehrlich, und das vor allem sich gegenüber. Diese Kinder, welche aus Auschwitz, Arbeitslagern, dem besetzen Leningrad, schrieben, haben etwas einzigartiges geschaffen. Sie haben einen Faden gestrickt, zwischen den Generationen, um uns vor Augen zu führen, welches Leid den kleinen Menschen jener Zeit wiederfahren ist. Um jene grausamen Geschichten zu erfassen, nicht zu vergessen. Dieser Faden hat die Aufgabe, die beiden Welten zu verbinden, um nie zu vergessen, was einst war. Ein Denkmal zu setzten und ein Warnzeichen.

Oh, ja. Ich kann ganz überzeugt sagen, dass ich mit 25 das Leben habe, was ich immer wollte. So wie ich es mir vorgestellt hatte.

Das Geheimnis lag einfach nur darin, keine Angst zu haben. Aus Fehlern lernt man. Auch wenn irgendetwas nicht klappt, werde ich wissen, dass ich es versucht habe. Habt keine Angst, Fehler zu machen und euch als Frau und Mama zu verwirklichen!

Habt keine Angst, denkt nicht nur an das Geld. Schlimmeres, als in Harz 4 zu rutschen kann einem in Deutschland nicht passieren. Man hat aber immer die Möglichkeit, wenn es überhaupt nicht klappen sollte, aufzustehen. Es gibt den Gründerzuschuss vom Staat und vieles andere.

Verschenke deine Zeit nicht unnötig an irgendwelche Serien und unnötige Sachen. Plane deine Zeit und nutze sie. Denn diese ist kostbar.

Und vergesse nicht, dass jeder der Welt etwas geben kann, den Menschen etwas geben kann. Mache das, was anderen helfen könnte und gebe das weiter, in dem du Profi, in dem du gut bist.

Noch heute werde ich beim Lottospielen um meinen Ausweis gebeten und benehme mich manchmal wie 10.

Man wird nie „erwachsener“. Man wird „erfahrener“.

Beste Grüße,
Katja

 


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Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Wow! Einfach nur Wow. Ich finde es mega was du als Mutter noch nebenher alles geschafft hast. Ich hab viele der besagten Bücher auch gelesen und gehört. Habe alle Kiosaki durch und hatte bisher noch nicht den Mumm das zu tun was du getan hast. Einfach nur riesen grosses Vorbild und Hut ab!

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotoblog

  2. Ich empfinde den Text ehrlich gesagt eher erdrückend.
    Muss man denn mit 25 erwachsen sein?
    Muss man seine Ziele alle erreicht haben?
    Muss man Großes leisten?

    Ich freue mich für die Autorin des Textes, dass sie ihren Traum umsetzen konnte und glücklich ist, aber in einer Gesellschaft die eh schon nur noch aus Leistungsdruck besteht, die sich nur noch über Erfolg definiert, bin ich persönlich! abgesprungen und lebe eher nach dem slow down Prinzip, lege mehr Wert auf alte Werte, Familie, Zusammenhalt.
    Natürlich mag es gerade bei der Autorin gut funktionieren, weil sie ihr Hobby zum Neruf gemacht hat, aber auch die privaten Themen müssen doch nicht abgearbeitet werden, wie eine ToDo Liste. Mann Check. Haus Check. Kinf Check.

    Ich habe viel aus dem Bauch entschieden. Sogar meine Kinder. Und das war gut so. Ohne großen Plan. Ohne großen Druck und bis heute mit über 30 nie mit dem Gefühl ich bin jetzt erwachsen oder ich müsste es werden.

    1. Genau das habe ich beim Lesen des Textes auch gedacht.
      Total super, wenn es für die Autorin so funktioniert, da freue ich mich wirklich für sie – aber ich denke auch, dass wir in unserer Gesellschaft schon genug arbeiten und Leistung zeigen müssen und dann an die Leserschaft zu „appelieren“, man müsse einfach noch mehr für seine Träume kämpfen und Mut und Stärke zeigen usw. find ich schwierig. Beim Lesen der Sätze „Verschenke deine Zeit nicht unnötig an irgendwelche Serien und unnötige Sachen. Plane deine Zeit und nutze sie. Denn diese ist kostbar.“ war mein erster Impuls „Warum denn nicht?! Warum denn nicht mal „unnötige“ Sachen tun und von mir aus auch mal Zeit verschenken und einfach leben?!“ Das gehört doch dazu. Entschleunigung ist das Stichwort.
      Es ist bestimmt überhaupt nicht so negativ gemeint, aber es kommt ein wenig so rüber.

  3. Ein Zitat noch dazu:
    You can be both.
    Masterpiece and work in progress.

  4. Ein sehr schöner Post. Ich finde es toll, dass du jetzt all das erreicht hast, was du wolltest. Angst kann einfach eine zu große Bremse sein, die man ganz schnell lösen sollte.
    Viele Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

  5. Ganz toller Beitrag!!! Sehr inspirierend geschrieben ??? hast du auch einen eigenen Blog!? Vlg

    1. Die liebe Katerina ist bei Instagram, ich hab den Account verlinkt. 🙂

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