Keine Neujahrsvorsätze, dafür Wünsche //
Meine Wünsche an mich für das Jahr 2017

Vorsätze. Vorsätze, Vorsätze, Vorsätze.

Jedes Jahr liest man davon. Jedes Jahr setzt man sich neue Ziele, möchte sich neuen Herausforderungen stellen. Und normalerweise habe ich schon sehr früh damit aufgehört, mich diesen selbst auferlegten Vorsätzen zu unterwerfen. Denn das baut, erstens, Druck auf und ist, zweitens, eine persönliche Enttäuschung, wenn man die Vorsätze nicht einhalten kann. Aus welchen Gründen auch immer. Weill sie a) vielleicht von Anfang an viel zu hoch angesetzt waren oder b) Veränderungen eintreten und sich dementsprechend auch die eigenen Ansprüche verschieben. Deshalb halte ich nicht viel von Vorsätzen. Lasst es, das erspart einfach nur viel Frust.

Stattdessen ziehe ich jedes Jahr im Dezember ein persönliches Fazit {HIER könnt ihr es nachlesen}. Ich lasse das Jahr noch einmal Revue passieren, lasse schöne wie auch schlechte Erlebnisse und Erfahrungen noch einmal aufleben. Ich mache mir Gedanken, erfreue mich an kleinen und größeren Erfolgen, an guter Gesundheit oder aber ich betrachte noch einmal die Situationen im Jahr, die kritisch waren. Warum waren sie so, wie sie waren. Liegt es vielleicht in meiner Hand, Dinge besser zu machen. Kann ich an den gemachten Erfahrungen wachsen oder waren gewisse Misserfolge vielleicht einfach nur Pech. Dieser Rückblick hilft mir immer wieder sehr, an mir zu wachsen. Noch einmal Selbstreflexion zu üben, zu reifen, besser zu werden oder auch einfach entspannter zu sein, weniger verbissen.

Das Jahr 2016 war für mich ein aufregendes Jahr. Ich habe viele spannende Dinge erlebt, von denen ich niemals zu träumen gewagt hätte. Gleichzeitig hat dieses Jahr meine Familie auf eine harte Probe gestellt. Es war für uns alle ein sehr hartes Jahr. Ein verdammt hartes Jahr, das härter nicht hätte sein können.

Ich durfte viel reisen, ich habe viele inspirierende und smarte Menschen kennengelernt. Ich habe mich gespürt, bin meiner Mitte näher gekommen. Ich habe gelernt, Achtsamkeit mir und meinen Mitmenschen gegenüber zu üben.

In den letzten zwölf Monaten hat sich mein Konsumdenken ganz stark verändert. Der Auslöser war wohl {ganz sicher sogar} meine Asien-Reise. Zu sehen, dass Menschen nichts haben – teilweise nur eine Plane zwischen zwei Palmen, am Straßenrand. Dass es nicht selbstverständlich ist, ein sicheres Heim zu haben, ausreichend zu trinken und zu essen, eine Krankenversicherung. Dieses Wissen war schon lange da, klar. Aber das zu erleben, echt, das war ein sehr einschneidendes Erlebnis. Zu spüren, dass Bildung, Sicherheit und all die anderen Annehmlichkeiten, die wir haben, in keinem Zusammenhang zu Menschlich- und Barmherzigkeit stehen. Mein Körper hat mir so deutlich wie noch nie signalisiert, was ihm gut tut und was nicht. Eine ausgewogene, wenn möglich pflanzenbasierte Ernährung sowie eine Reduzierung meines Industriezuckerkonsums haben mir eines deutlich gemacht: Wohlfühlen kommt von Innen. Gesundheit. Keine bzw, sehr viel weniger Migräneanfälle, ein besseres Hautbild, eine positivere Stimmung. Es tut (meinem) Körper und Geist gut. Noch immer bin ich ein kleiner Gourmet und noch immer freu ich mich über einen guten Braten. Aber ich will gern noch achtsamer essen. Margarine statt Butter, noch häufiger auf regionale Waren zurückgreifen, Bio kaufen, saisonal konsumieren. Meinen Gedanken, die Challenge, Klimatarier {HIER und HIER habe ich dazu geschrieben} zu sein, möchte ich definitiv weiter führen. Ich werde weiterhin klimafreundlichere Rezepte ausprobieren und meinen CO2-Foodabdruck klein halten. In einem gesunden Mittelmaß, aber doch bewusst. Das ist definitiv etwas, das ich mir für mich für das Jahr 2017 wünsche. Wo ich besser und besonnener werden möchte.

Auch möchte ich mich gern mehr bewegen. Noch mehr Gänge zu Fuß bestreiten, häufiger ins Fitnessstudio gehen und dieses Gefühl, das ich während des Sports {und auch danach} verspüre, genießen. Das sind Glückshormone. Das macht mich happy. Nur der allseits bekannte Schweinehund, der möchte immer wieder besiegt werden. 😉

Und sonst? Sonst möchte ich gern mehr von der Welt sehen.  Meinen Kindern viel zeigen. Das ist aber auch eher ein Wunsch, keinesfalls ein Vorsatz. Denn generell glaube ich, oft fügt sich alles irgendwie.

Mein Tipp: Bei echten Wünschen hilft es mir oft, wenn ich diese in Gedanken regelrecht zelebriere. Ein Tipp meiner lieben Jule. Beispiel Kitaplatz. Ich habe mir vorgestellt, wie meine Wunschkita aussehen würde. Was für ein Konzept sie hätte. Bedürfnisorientierte Betreuung war ein Wunsch. Nette Pädagoginnen, die ihren Job lieben, dessen Job eher Passion ist. Ein großes Aussengelände habe ich mir vorgestellt. Und all das habe ich dann nieder geschrieben (auf anraten von Jule). Nur für mich. Und was soll ich sagen, fast immer klappt es. Es fügt sich. Positives Denken. HIER habe ich darüber geschrieben.

Was wünscht du dir für das Jahr 2017?

Hast du Vorsätze? Oder auch eher Wünsche?


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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Hi Janina,
    ein schöner Beitrag, dem von meiner Seite aus nichts hinzuzufügen ist. Nur diese kleine Anmerkung: iss ruhig die Butter! 😀
    Margarine ist nicht gesünder, im Gegenteil!
    (verarbeitet, gehärtet = gesättigt; Butter ist nicht so schlecht wie ihr Ruf)

    1. Liebe Lisi,

      ganz ganz lieben Dank. Ich bin mal gespannt, wie mir das alles im nächsten Jahr gelingt.
      Oft merke ich selbst, wie ich dazu neige, wieder in Richtung „alte Muster“ zu verfallen. Aber ich denke, wenn man aufmerksam ist, dann ist das schon der richtige Weg. 🙂

      Ich hatte mich dahingehend mal schlau gelesen. Tatschlich war dem damals auch so, ist aber heute anders. Margarine ist weitaus besser als ihr Ruf und ist dazu eben nicht tierisch. 🙂
      Ich will versuchen, da zu verzichten, wo es mir leicht fällt.

      Ganz herzliche Grüße an Dich
      Janina

  2. Liebe Janina,
    Du sprichst mir aus dem Herzen. Auch bei mir sind es immer mehr Wünsche und immer weniger Vorsätze. Denn wenn ich es genau nehme, sind diese „Vorsätze“ doch Wünsche. Ich möchte die Abläufe zu Hause – gerade in diesem neuen Mamajob – vereinfachen….das ist für manche vielleicht ein Vorsatz, für mich aber ein Wunsch. Ein Wunsch deshalb, weil ich mich dann wohler fühle. Schauen was sich 2017 für mich tut, wie und wie oft ich in meinen Job zurück kehre, was auch meinem Blog HappyIch passieren wird (da bin ich irgendwie noch immer in der Babypause) und was mich das Mamasein alles so lehren wird. Ich bin mir sicher da liegt noch so einiges für mich bereit, das es zu entdecken und zu erleben gibt.

    Ich schreibe mir immer alles auf, was ich gerne verbessern möchte, was ich mir wünsche, womit ich mich wohler fühlen würde beziehungsweise wohin mein Herz hüpft. Das mache ich besonders gern mit „Unravel the year ahead“ vom Blog von Susannah Conway und dieses Jahr erstmalig mit dem Rauhnachtsbuch von Daniela Hutter. Und danach schreibe ich in meinem Notizbuch wild drauflos, was mir alles so kommt. Manches verändert sich im Laufe des Jahres, wie Du schreibst, weil es nicht mehr wichtig ist, oder sich die Situation geändert hat. Und das ist völlig okay. Let’s go with the flow.

    Alles Liebe für Dein 2017,
    sue

  3. Liebe Janina,

    wo bleibt dein Artikel über die Fahrt nach Griechenland? Es gibt sicher viele, die gern mal wissen möchten, wie es nun mit deiner Spendenaktion weitergeht und wann wir dir die Sachen zukommen lassen können. Wäre lieb, wenn du dich dazu mal äußerst, denn viele warten schon. Gerade kommt es leider so rüber, als wäre alles nur heisse Luft um ein wenig gut Wetter bei deinen Followern zu machen. Wenn es nur dazu gedient hat, ist eine verdammt schwache Leistung. Denn ich hoffe immer noch, daß du deine Aktion umsetzt und nicht nur große Töne gespukt hast.

    1. Hallo Anna,

      auch wenn du wahrscheinlich gar nicht so heißt, deine IP-Adresse ist mir bereits bekannt.

      Mach dir keine Sorgen, der Artikel kommt noch. Und vor allem, zerbrich dir nicht den Kopf anderer Leute und ein lieber Rat, hör doch bitte auf Mutmaßungen in den Raum zu stellen. Weißt du wie traurig und bemitleidenswert es ist, dass Menschen einen guten Willen so denunzieren müssen. Das ist schade und traurig. Ist es nicht gut, dass sie viele Menschen ihre Öffentlichkeit nutzen, um Kräfte zu vereinen und Gutes zu tun? Ich plane das nun schon seit knapp drei Monaten, bin in Gesprächen, in Kontakt mit einer Person in Griechenland, vor Ort. Hör doch bitte auf, deine negative Energie hier zu verbreiten. Du darfst sie gern behalten, wir hier, wir brauchen das nicht.

      Frohe Weihnachten und viel positive Energie für das neue Jahr!
      Janina

  4. Ich finde deine Überlegungen sehr schön! Ich habe mir auch schon überlegt, was ich mir vornehmen möchte. Ich bin dazu gekommen, dass ich selbstbewusster werden möchte. Das bin ich leider nicht und deswegen werde ich es jetzt probieren.
    Liebe Grüße

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