Mein Weg zur selbstbestimmten Geburt
Wehe für Wehe, Welle für Welle, wie Ebbe und Flut

Angst vor der Geburt oder gar dem Geburtsschmerz? Nein, den habe ich dieses Mal nicht. Das sah vor wenigen Monaten, als wir noch von einem weiteren, möglichen Menschenskind träumten, ganz anders aus. Allein bei dem Gedanken an die Geburt hatte ich Angst. Der Schmerz war noch so präsent, die Geburt gar nicht so weit zurück. Irgendwie war alles noch so da, so bewusst, so unvergessen.

Mit dem positiven Schwangerschaftstest schlug ich dann intuitiv meinen ganz eigenen Weg ein. Ich fällte Entscheidungen Richtung Hausgeburt und sicherte mir eine Schwangerschaftsbetreuung durch eine Hebamme. Ich erzählte euch HIER davon. Und damit waren viele Ängste verschwunden. Die Angst vor dem Geburtsschmerz ist wie weg geblasen, nicht mehr da. Ich freue mich sogar auf die Geburt, ich fiebere dem Tag entgegen und bin überzeugt, dass das ein schönes Erlebnis wird. Mein Bauchgefühl sagt mir in den letzten Wochen ziemlich deutlich, was gut ist und was nicht. Ich entscheide kopfbefreiter, intuitiver, vertraue auf meine weiblichen Urinstinkte. Dazu muss ich sagen, dass ich vor meiner ersten Geburt gar keine Angst empfand. Kurzfristig mal einen Anflug wegen der Ungewissheit, weil ich einfach nicht wusste, was da auf  mich zukommen würde, ja. Aber niemals ernsthafte Angst. Ich stolperte so hinein, in dieses lebensverändernde Ereignis. Vollkommen unbeeinflusst. Ich empfand die Geburt damals wie Ebbe und Flut, es fühlte sich an wie der Ozean. Die Wehen kamen und gingen, sie kamen und gingen. In unterschiedlicher Intensität. Es war schmerzhaft, keine Frage. Aber es war kein Schmerz, der mich erschütterte, mich einschüchterte oder mir gar Angst machte. Ich wehte und wehte, schob und presste – alles sehr instinktiv. Und dann, an einem Februarmorgen um 8.27 Uhr war mein erstes Kind, meine kleine Anna, geboren. Ein rundes, kleines Baby. Es war eine hebammengeleitete Geburt in einem kleinen Krankenhaus bei Hannover. Die Hebamme, Katharina, war herzlich, gütig und ihren Job hat sie perfekt gemacht. Sie war präsent, hat aber nicht interveniert, wenn nicht nötig. Und es war tatsächlich nur ein kleiner Eingriff notwendig, ein Dammschnitt. Ja, damals war man noch der Meinung, ein Schnitt wäre besser als ein Riss. Heute wissen wir, dem ist nicht so. Ich habe also eine schöne Geburt erlebt. Eine Geburt, an die ich gern zurückdenke und die mich mit Glück erfüllt. Das war aber eben nur möglich, weil ich so angstfrei in die Geburt gestartet bin. Weil ich eine tolle, gemütliche und ruhige Atmosphäre hatte. Der Kreißsaal war wie eine Höhle. Klein, abgedunkelt, warm, gemütlich. Nichts erinnerte an ein Krankenhaus.

Wie ich mir mit Mimis Geburt erging, das erzählte ich euch HIER. Die ganze Schwangerschaft war angstgesteuert. Ja, meine komplette Schwangerschaft war ich voller Sorge um das Kind in meinem Bauch. Der Kopf viel zu groß, hieß es erst. Die Beine viel zu kurz. Schwangerschaftsdiabetes und dann doch keine. Ein Durcheinander der Gefühle. Und um die Angst in den Griff zu bekommen, lieber noch einen Schall und noch einen Schall, noch ein Besuch beim Spezialisten. All diese Sorgen und Ängste nahm ich mit in die Geburt, unterbewusst. Ich erinnere mich, wie mein kleines, frisch geborenes Mädchen auf meiner Brust lag, ich sie anschaute und erst einmal checkte, ob mit dem Kopf auch wirklich alles in Ordnung sei. Ich hatte minutenlang Angst, dass man mir sagen würde, mein Kind wäre nicht gesund. Irgendwann fragte ich nach, man sah mich erstaunt an und beruhigte mich mit lieben Worten. Meine komplette Schwangerschaft war eine Achterbahnfahrt, dabei war dieses Kind so sehr gewünscht. Die Geburt empfand ich als schwierig und fremdbestimmt. Die Schmerzen waren für mich kaum erträglich, ich konnte mich nicht fallen lassen und den Wehen hingeben – wie damals bei Anni. Welle für Welle, Wehe für Wehe, wie Ebbe und Flut. Stattdessen habe ich aufgegeben, resigniert, ich habe über mich ergehen lassen, alles. Ich sagte nichts mehr, forderte nichts mehr, arbeitete aber auch nicht mehr so recht mit. Ich hatte mich in mein Innerstes zurückgezogen.

Und jetzt, jetzt fühlt sich das alles wieder anders an. Da ist ein Urvertrauen, das ich kaum in Worte fassen kann. Ich fühle mich stark und gesund, ich bin glücklich und Angst vor der Geburt verspüre ich keine. Wenn ich mich der Vorstellung hingebe, wie ich mein Baby selbstbestimmt empfange, dann wird mir ganz warm ums Herz. Es fühlt sich gut und richtig an. Begleitet durch meine Hebamme, aufgefangen, auf Augenhöhe. Das stärkt mich, das gibt mir Kraft und Mut. Ich habe bisher keinen Plan für meine Hausgeburt. Ich weiß nicht, ob ich einen Geburtspool haben möchte. Ich weiß nicht, ob ich in unserem Bett entbinden werde. All das weiß ich nicht und ich will auch gar nicht groß planen, ich will mir die Freiheit lassen, instinktiv zu entscheiden. Den Schmerz bewusst zu spüren und zu verarbeiten, mich ihm hinzugeben und unserem Baby mit jeder Wehe den Weg in diese Welt zu ermöglichen. Ich freue mich darauf. Tatsächlich. Wenn ich daran denke, dann kann ich die Vorfreude auf unser Baby kaum noch aushalten. Und das, obwohl ich ja noch über 20 Schwangerschaftswochen vor mir habe.

 

Schwangerschaft

 

Baby Bump Update,
SSW 14 & 15


Wie weit bin ich?

Die Zeit rennt, sie rast förmlich. Es fühlt sich alles noch so frisch, so neu und so aufregend an und doch bin ich jetzt schon im zweiten Trimester. Das ist verrückt. Ich wünschte, ich könnte die Zeit ein wenig festhalten und alles ein wenig entschleunigen. Gern würde ich im Alltag noch ein wenig mehr in mich hineinhören und diese Schwangerschaft so bewusst wie nur möglich genießen. Aber das ist natürlich nicht immer möglich, klar. Und so geht es im Alltag oft auch einfach unter. Fakt ist, die 14. und 15. Schwangerschaftswoche sind nun schon durch.

Hallo Dickbauch, Gewicht?

 

Nachdem Henry mich einige Tage nicht gesehen hat und im Anschluss wieder Heim kam, war er überrascht. Oder doch überwältigt, haha?  Mein Bauch muss in den wenigen Tagen förmlich explodiert sein, das sagt zumindest der Mann. Aber ich hab es auch gemerkt. Der Bauch ist nun schon kugelrund und in viele meiner alten Kleidungsstücke passe ich nicht mehr. Das ist definitiv kein „ich hab zu viele Kekse genascht“-Bauch mehr, das ist jetzt ein waschechter Babybauch. In der Straßenbahn bot man mir letzte Woche sogar schon einen Sitzplatz an, weil ich doch schwanger sei. Es ist also jetzt eindeutig. Und ich muss sagen, ich mag meinen Bauch momentan sehr. Diese wunderschöne Murmel, mit ganz viel Liebe darin.

Umstandsmode?  

Ja, das sind ein paar Teile eingezogen. Ich hab ein wenig bei Noppies und mara mea gestöbert und kaufen musste ich dann auch was. Zeig ich euch bestimmt in dem ein oder anderem Style the Gump-Beitrag. Auch sind zwei zwei Maternity Kleider von Asos eingetrudelt. Die mag ich sehr und machen Lust auf Sommer.

Neuzugänge für das Baby?

Ich habe ein Set für kleine Babys bei TK Maxx gekauft, zuckersüß. In zartem hellblau und weiß kommt es daher. Ich konnte einfach nicht daran vorbei. Ja, sonst ist bisher nichts eingezogen. Und irgendwie habe ich da auch noch immer die Ruhe und mache mir momentan gar keine großen Gedanken. Warum auch. Ein Baby braucht ja gar nicht viel und letztendlich habe ich noch viel Zeit bis zum ET.


Habe ich Schwangerschaftsstreifen?  

Ja. Aber bisher sind keine neuen Streifen dazugekommen. Obwohl ich jetzt schon merke, wie die Haut spannt und manchmal ein wenig juckt. Das ist etwas, das ich nicht vermisst habe. Diese spannende, juckende Haut. Aaaaaah, ich mag das nicht.

Wie schlafe ich? Schlafverhalten?

Ich schlafe sehr schlecht. Allein heute Nacht lag ich wieder ab halb drei Uhr wach. Konnte einfach nicht wieder einschlafen, kann aber auch nicht sagen, warum. Es ist einfach zum Mäuse melken. Ich bin dauermüde und doch liege ich fast jede Nacht wach. Nicht immer so lang, aber eben auch nicht selten. Dazu kommt, dass ich nachts sehr häufig auf die Toilette muss und einen Durst habe, der kaum zu stillen ist. Ganz besonders in der Nacht.

Mein schönster Augenblick der Woche  

Da gab es mehrere. Ich hab das Ergebnis vom Zika-Test. Negativ, juhuuuuu. Obwohl ich mir ursprünglich gar keine Sorgen oder gar Gedanken gemacht habe, hat es mich, als ich mich dann doch für den Bluttest entschied, überrumpelt. Plötzlich war da doch diese Sorge. Aber die ist nun ausgeräumt, alles fein und perfekt. Ich bin glücklich.

Ein weiteren wirklich wunderschönen Moment hat mir Anni beschert, bzw. schenkt sie mir diesen regelmäßig immer wieder. Sie spricht mit Mimi über das Geschwisterchen, so voller Liebe. Sie erzählt, dass wir bald zu fünft sind und klärt Mimi darüber auf, dass sie nun nicht mehr so auf meinem Bauch herumhüpfen darf. Sie ist einfach ein Herz. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen und Mimi liebt ihre Kita, das macht auch mich sehr glücklich und verschafft mir wieder viel mehr Freiräume und Kapazitäten. Ach, die letzten zwei Wochen waren generell schön und gut zu mir.

Gab es diese Woche einen Schreckmoment?

Doch, schon. Ich musste in die Gerinnungsambulanz, dieses Mal hab ich das ein wenig vor mir hergeschoben. Aber bei der Ultraschalluntersuchung wurde der Spezialist hellhörig und empfahl mir, mich wieder bei meiner Ärztin für das Fachgebiet zu melden. Das tat ich auch. Leider traf ich hier auf eine Vertretungsärztin (meine war kurzfristig erkrankt), die unglaublich übergriffig und ruppig war. Ich sei unverantwortlich, weil ich keine Folsäure mehr nehme – war da nur eine der weniger haltlosen Floskeln. Letztendlich verließ ich die Praxis und war ziemlich traurig, verunsichert und erschüttert. Gott sei Dank war die Woche darauf meine Ärztin, welche mich schon seit über drei Jahren betreut und toll ist, wieder da. Verständnisvoll, ruhig und beruhigend. All den Kummer die Tage zuvor hatte ich also vergeblich. Auch hatte ich noch einen klitzekleinen Schreckmoment. Mein Kreislauf ist momentan recht niedrig und das spüre ich regelmäßig. In der Bahn ist mir den einen Tag ganz schummrig geworden, ich hab geschwitzt, mir wurde schlecht, ich habe schwarz vor Augen gesehen und musste mich auf den Boden setzen, sonst wäre ich wohl umgekippt. Aber Gott sei Dank waren sehr liebe Menschen mit in der Bahn und halfen mir mit etwas Traubenzucker und einem Sitzplatz aus.

Verspüre ich Kindsbewegungen?

Ja, ich spüre unser kleines Kindchen immer deutlicher. Da macht sich jemand richtig bemerkbar. Ein wunderschönes Gefühl und jeden Abend horche ich in meinem Bauch und hoffe auf Antwort. Und während ich diesen Satz schreibe, purzelt mir wieder jemand im Bauch herum. Hach, was ist das wunderschön.

Habe ich Heißhungerattacken?

 

Süßkram, Leberwurst, Waffeln und Kirschschorle. Ich meine, Kirschschorle?! Wann habe ich das mal getrunken und wann genau fand ich das gut?

Habe ich Abneigungen gegen gewisse Lebensmittel, Gerüche oder ähnliches?

Momentan kann ich eigentlich alles sehr gut essen und trinken. Yaaaaay. Das erleichtert es mir, ausreichend zu trinken.


Junge oder Mädchen?

Der liebe Gott weiß es. 🙂

Gibt es erste Geburtsanzeichen?   

Gott sei Dank nicht. Ich fühle mich sehr wohl, nichts drückt, schmerzt oder macht mir Sorgen.


Irgendwelche Symptome?

Wie auch in den letzten Wochen, bin ich sehr müde. Ein wenig ausgelaugt und lahm. Aber es ist bereits viel besser. Kein Vergleich zu den ersten Schwangerschaftswochen, wo ich vor Müdigkeit fast gelähmt war. Rundum glücklich bin ich und ich hoffe, dass es genau so weitergeht. Das wäre zumindest sehr schön.

Bauchnabel, rein oder raus?

 Er ist noch immer da, wo er hingehört. Aber er spannt schon ein wenig. Verrückt, wie schnell das alles geht.

Aktuelle Stimmung?

Wie ich schon beim letzten Mal sagte: Ich bin sehr gern schwanger, genieße diese besondere Zeit und bin wirklich glücklich. Eigentlich könnte es kaum schöner sein und besser laufen. Ich habe großes Glück. Manchmal habe ich kleine Tiefs, in denen ich mich sorge, wie das wohl wird mit zwei kleinen Kindern und einem Großen? Ob ich das schaffe mit einem Neugeborenen und einer kleinen Mimi. Aber gerade in den letzten zwei Wochen habe ich mit so vielen Müttern gesprochen und die mir allesamt eines sagten: Es fügt sich alles, jeder findet seinen Platz und es wird wunderschön (und manchmal anstrengend) sein. Das hat mich sehr beruhigt. In der Schwangerschaft mit Mimi habe ich mir Sorgen gemacht, ob ich genug Liebe für beide Kinder haben würde. Was habe ich mir einen Kopf gemacht und das letztendlich vollkommen vergeblich. Denn die Liebe hat sich einfach aus dem Nichts verdoppelt, sie war einfach da. Vermutlich wird es dieses Mal wieder so sein, es wird sich wieder alles fügen.


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Dieser Beitrag hat 75 Kommentare

  1. Ach wenn ich das lese..eine Hausgeburt ist so unverantwortlich !! Jeder, der auch nur etwas medizinische Ahnung hat wird einem davon abraten. Wenn mit dem Kind dann was ist, ist das geschreie immer groß. Aber sowas passiert ja immer nur anderen….

    1. Was soll denn dein Kommentar, zumindest in dieser Form?

      Eine Hausgeburt ist überhaupt gar nicht verantwortungslos.
      Das sehen im übrigen auch viele Ärzte so und unterstützen die Entscheidungen für eine Hausgeburt oder eine Geburt im Geburtshaus.
      Du darfst es doch gern anders machen, wenn es für dich der richtige Weg ist. Das ist fein, das ist gut.
      Warum muss man immer verbal so ausholen, übergriffig werden und null Toleranz zeigen.

      Gruß
      Janina

      1. Liebe Janina,

        ich bewundere deine Entscheidung zu einer Hausgeburt und würde mich wohl auch so entscheiden. Ich finde die Vorstellung, in den eigenen 4 Wänden zu entbinden, angenehmer, als in einem sterilen Krankenhaus.
        Was mich aber hier und da schmunzeln lässt, ist die Art und Weise, wie du mit Kritik umgehst. Gerade bei einem Thema wie Hausgeburten, welches kontrovers diskutiert wird, ist mit Gegenwind zu rechnen. Und deine Reaktion auf solche Kommentare, sind meist leider nicht verbal freundlicher, als die Kommentare selbst. Mit einem Unterschied: Du bist ausgebildet in diesem Bereich.
        Ein Blog lebt doch vom Austausch & meist ist dieser auch gewollt. Langweilig ist es doch aber, wenn einem alle nur Zucker um den Mund schmieren. Gerade kritische Kommentare machen doch den Austausch aus und ich würde mir wünschen, diese (wohlgemerkt konstruktive Kritik) nicht immer direkt „abzubuttern“, sondern darüber erwachsen und höflich zu diskutieren.

        Ich wünsche dir von Herzen, dass deine Schwangerschaft so verläuft, dass einer Hausgeburt nichts im Wege steht!

        Alles Liebe,

        Denise

        1. liebe denise,
          wieviel professioneller hätte janina denn noch reagieren sollen? ihre antwort war direkt und bestimmt und auf jeden fall freundlicher, überhaupt gar nicht auf den inhalt der kritik bezogen (dagegen hat sie ja gar nichts), sondern rein auf die verbale ebene, die eben einfach daneben war und kein stück konstruktiv. natürlich lebt so ein thema von diskussion und austausch und ich bin sicher, man kann janina ALLES sagen, aber der ton spielt die musik.

    2. Es spricht ja einiges für diese Meinung. Und mir persönlich wird das Thema auch etwas zu rosarot dargestellt,aber ich denke der Ton macht die Musik. Und man wird ja träumen dürfen,ob sich das letztendlich alles so realisieren lässt, wer weiss. Aber mit gutem Gefühl an die Sache herangehen hilft viel und ich wünsche dir Janina alles Gute und im Wochenbett eine einfachere Zeit als beim letzten Mal.

      1. Liebe/r Flo,

        danke dir für deine Meinung und die lieben Wünsche!
        Ich möchte eigentlich nichts rosarot präsentieren. Nur spiegeln die Texte natürlich auch meine innere Gefühlswelt wieder und aktuell bin ich einfach so glücklich, auch mit meiner Entscheidung. Sollten auch mal negative Aspekte auftauchen, werde ich die natürlich genau so mit euch teilen. 🙂

        Herzliche Grüße
        Janina

        1. ich glaube, sie meinte auf der sachebene rosarot 🙂 denn es gibt definitiv risiken bei der hausgeburt.

        2. Das wird automatisch realer,wenn du hier neben deinen Gefühlen die praktischen Vorbereitungen thematisiert: Elefantenhaut bei OBI kaufen, Nachbarn vorbereiten, Möbel abdecken… Dann werden auch die etwas naiveren unter deinen Followern merken,was das für eine Herausforderung bedeutet. Und ich vermute dann verstummen auch Kommentare wie der Obige.

          1. Ich werde weder Möbel abdecken noch Elefantenhaut (?) im Baumarkt kaufen. Lediglich, wie ich es ja auch schon vor Tagen in den Kommentaren schrieb, werde ich wohl die Nachbarn auf evtl. Lärmbelästigung vorbereiten. In dem kinderreichen Haus hier sicherlich kein Problem. 🙂
            Es ist keine Herausforderung. Hattest du eine Hausgeburt und bist deshalb so tief in der Thematik drin? Oder bist du vielleicht Hebamme, die Hausgeburten begleitet?

    3. Tja ich habe eine medizinische Ausbildung genossen und studiere derzeit noch etwas im Gesundheitswesen. Dennoch finde ich eine Hausgeburt absolut NICHT unverantwortlich. Jede Frau hat das Recht für sich selbst entscheiden zu dürfen!
      Dein Kommentar ist unglaublich respektlos.

      1. Liebe Sarah,

        DANKE!
        Wirklich von Herzen danke.

        Herzliche Grüße
        Janina

    4. Hallo Janina. Ich möchte mich gar nicht groß zu dem Thema äußern, was nun medizinisch vertretbar ist und was nicht. Ich verstehe bloß nicht, wo die kommentierende Person hier für dich „verbal ausholt“ oder gar übergriffig wird. Natürlich hätte ein „meiner Meinung nach…“ dem Gesamtbild gut getan, allerdings ist das ganze doch nur die Auffassung einer fremden Person aus dem Internet. Du bist dir deiner Sache doch sicher und hast schon zwei Kinder zur Welt gebracht, also calm down! Und krieg dein Baby so, wie du es möchtest. Genieß die Schwangerschaft und weiterhin alles Gute 🙂
      Liebe Grüße aus Hamburg

    5. Liebe Janina,

      ich finde, du machst das genau richtig! Ich habe während meiner Schwangerschaft in den Niederlanden gewohnt. Dort ist es üblich, dass die Schwangerschaft und Geburt nur von Hebammen begleitet wird. Eine Hausgeburt ist dort der Normalfall, im Krankenhaus entbinden nur Schwangere mit Komplikationen. Wenn während der Schwangerschaft alles gut ist, sieht man dort einen einzigen Arzt.

      Liebe Grüße
      Sophia

      1. Liebe Sophia,

        ganz ganz lieben Dank für deine Worte. Ich finde es spannend, dass die Niederlande uns da so weit voraus sind und dabei sind wir Nachbarn. 🙂

        Magst du mir vielleicht mal berichten, wie du deine Schwangerschaft in den Niederlanden so erlebt hast? Vielleicht hast du ja Lust?

        Ich war am Samstag in einem kleinen Shop für Babys und Kinder, NEST heißt er, in Linden. Kennst du den? Ich hab da deine wunderschönen Schühchen empfohlen. 🙂

        Herzliche Grüße
        Janina

        1. Liebe Janina,
          ja, ich finde es auch total spannend zu sehen, welche großen Unterschiede es da gibt, obwohl sich die Länder sonst so ähnlich sind. Ich würde dir sehr, sehr gerne mehr darüber berichten!! Ich habe mich damals viel mit dem Thema auseinander gesetzt.
          Oh, das ist ja lieb! 🙂 Ich kenne den Laden nur von Instagram, war aber noch nie dort. Dann muss ich da auf jeden Fall mal vorbei schauen.
          Liebe Grüße
          Sophia

    6. Liebe Marie van Scholten,
      mal ganz abgesehen davon, dass ich dein Kommentar sehr tolleranzlos und respektlos finde, würde jeder, der auch nur ansatzweise Ahnung von Medizin hat, einer Frau zu einer hHausgeburt oder einem Geburtshaus raten, solange die Schwangerschaft ohne große Probleme verlaufen ist und es der Wunsch der Schwangeren ist. Ich frage mich wirklich woher du dein „medizinisches Wissen“ hast.

    7. Ich bin als (Klinik)Hebamme grad total überrascht über diesen Kommentar. Regelrechte Schwangerschaft, drittes Kind, keine Risiken. Da ist es dich nicht unverantwortlich sich für eine Hausgeburt zu entscheiden. Ich arbeite im geburtenreichsten Kreißsaal Deutschlands und kann versichern, der Hauptteil der Pathologie ist (kranken)hausgemacht. Wenn man eine gute Hebamme hat, dann kann die drohende Komplikationen gut abschätzen und verlegt ggf. in eine Klinik.

  2. liebe janina, schön, zu lesen, dass du dich für eine selbstbestimmte geburt entschieden hast. ich habe auch voller montur und ohne eigeninitiative in einem krankenhaus entbunden und hoffe ich würde es dann auch das nächste mal anders machen. alles liebe. (ach ja, da steht jedes mal „scheckmoment“ ohne r, falls du es ausversehen immer reinkopierst.)

    1. Oh, die Autokorrektur. Danke dir, das passe ich direkt an. 🙂

      Meine erste Geburt war ja auch in einem Krankenhaus, aber eben hebammengeleitet. Ich habe schöne Erinnerungen an diesen Tag und an die Geburt selbst. Meine Freundin, die zwei Jahre später dort entbunden hat, war hingegen traumarisiert. Bis heute. Ich denke, es hängt einfach auch immer so viel von den Menschen ab, die einen begleiten.

      Ich wünsche dir eine wundervolle Geburt, sollte es dann sobald sein. <3

  3. Es freut mich, das es Dir so gut geht. Jede Frau soll das in Ruhe für sich entscheiden, wo und wie sie entbindet. Man soll immer auch auf sein Bauchgefühl hören. Lass Dich nicht verrückt machen. Weiterhin alles Gute für Deine Schwangerschaft!
    Liebe Grüß
    Iris

    1. Liebe Iris,

      das denke ich auch. Es gibt keinen richtigen und falschen Weg. Wir alle sind so unterschiedlich, haben andere Gefühle, andere Ansprüche, andere Ängste. Jede Frau muss ihren Weg gehen, einen Weg mit dem sie sich gut fühlt.

      Ganz lieben Dank,
      Janina

  4. Ich finde es wunderbar, dass du bei diesem kleinen Wunder eine Hausgeburt erleben möchtest! Ich finde es auch mit nichten unverantwortlich, wenn keine Risiken in der Schwangerschaft bestehen und du eine kompetente Hebamme an deiner Seite hast! Lass dich nicht stressen durch solche Kommentare! PS ich bin vom Fach, habe die medizinische Ahnung und rate definitiv NICHT von der Hausgeburt ab!
    Alles liebe Sally

    1. Liebe Sally,

      DANKE! <3

      Ich möchte dir einfach nur danken. Für deine Worte. Meine Hebamme ist toll. Erst vorgestern haben wir über die Geburten besprochen, sie hatte an dem Tag eine Achtgebärende begleitet. Ich fühle mich mit ihr sehr sicher, ich fühle mich aufgefangen und ernst genommen. Aber auch sie sagte damals, manchmal, wenn es nicht passt, dann müssen Hausgeburten auch abgebrochen werden. Das weiß ich und sollte medizinische Hilfe nötig sein, die Situation unsicher, dann bin ich die Letzte, die diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen möchte. Aber sollte alles komplikationslos verlaufen, möchte ich einfach die Geborgenheit unserer Wohnung genießen.

      Herzliche Grüße an Dich
      Janina

  5. Liebe Janina,
    nach dem ersten Kommentar habe ich jetzt doch das Verlangen hier einen kleinen Kommentar zu hinterlassen. 🙂
    Erstmal habe ich einen riesen Respekt vor dir wie du mit der Situation Schwangerschaft umgehst und für dich den richtigen Weg gefunden hast. Lass dir nicht einreden, dein Handeln wäre verantwortungslos. Du scheinst in den Händen einer ganz tollen und qualifizierten Hebamme zu sein, die sicherlich soweit ausgebildet ist eine Geburt zu leiten. Und um alles andere macht man sich keine Sorgen. Ich für meinen Teil kann deine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen, immerhin weist du wie eine Geburt abläuft und deine beiden anderen Sonnenscheine sind ja auch groß geworden. 🙂 ich wünsche euch fünfen alles Gute und natürlich besonders dir und dem kleinen Menschen in deinem Bauch noch eine entspannte Schwangerschaft und eine Geburt ganz nach deinen Vorstellungen. Du bist toll!
    Ganz liebe Grüße,
    Janina 🙂

  6. Liebe Janina,
    ich folge dir schon eine Zeit auf Instagram und es bereitet mir immer eine Freude dich jeden Tag so strahlen zu sehen 🙂 Man sieht dir das Glück und die Gelassenheit wirklich an.
    Ich finde es toll das du dich für eine selbstbestimmte Geburt entscheidest. Selber hätte ich glaube ich nicht den Mut dazu. :/ Obwohl die Geburt meine Tochter ähnlich war wie die von Mimi.
    Es nervt mich immer wieder wenn ich Artikel zum Thema Hausgeburt bei Facebook und Co. lese und jeder seinen Senf und seinen „ach so gutgemeinte“ Rat dazu abgibt!!
    Jeder soll sein Leben so leben wie er es möchte. Punkt!

    Ich wünsche dir weiterhin noch eine tolle Schwangerschaft und bin schon gespannt was du dann zum Thema Hausgeburt zu berichten hast! 🙂
    Liebe Grüße
    Franzi

  7. Ich finde es auch gar nicjt so verkehrt das so zu machen wie du! Ich hatte viel zu viel schiss das so durch zu ziehen aaaaber wie du schon sagst das muss jeder für sich entscheiden! Es ist bestimmt eine wundervolle Erfahrung und in anderen Ländern ja auch Gang und gebe! Und ich denke wenn du da so hinter stehst dann wird das schon werden! Man hat ja trotzdem immer noch die Option einen rtw zu rufen oder evtl eine Hebamme in der Hinterhand! ? ich bin auf jeden Fall schon gespannt wie es dann so ist und was du erzählst! Ich hab da auch schon viel drüber gelesen und finde es (als krankenschwester) auch nicjt schlecht 😉

  8. Freue mich für dich, dass du deinen Weg findest. Finde diese Diskussion immer sehr befremdlich. Natürlich ist man in einem Krankenhaus immer sofort an medizinische Versorgung angebunden- jedoch tragen die Hebammen ja auch ihr persönliches Berufsrisiko mit sich herum und überweisen ihre Patientinnen in kritischen Situationen in die Klinik und begleiten sie dann.

    1. Liebe Linda,

      ganz lieben Dank. Es fühlt sich für mich auch einfach gut und richtig an. Ich glaube, ich konnte keine Schwangerschaft zuvor so frei genießen. Ich fühle mich einfach so gut und sicher. Meine Hebamme ist einfach so toll und kompetent.

      Herzliche Grüße
      Janina

  9. An die Dame von Kommentar No. 1:

    Meine Freundin hat vier Mädchen: einmal Kaiserschnitt, einmal Krankenhaus, zweimal Hausgeburt. Rate mal, was sie am angenehmsten für sich und das zu gebärende kleine Mädchen empfand?
    Genau, das ruhige, liebevolle Umfeld zu Hause.
    In den 60iger Jahren war das Gebären zu Hause vollkommen normal. Meine Oma berichtete mir erst letzte Woche, dass es in unserer Stadt mehrere Geburtshäuser gab. Nur die Frauen, die unter Beobachtung standen, wurden ans Klinikum verwiesen.
    Hier, in ganz Europa, ich würde sogar behaupten weltweit haben vor 50 Jahren überwiegend Hausgeburten statt gefunden. Die Frage die sich mir stellt ist: warum gehen so viele Frauen in ein Krankenhaus?
    Das Gebären ist ein Jahrtausende alter Prozess, der im weiblichen Körper jeder Frau unterbewusst abgespeichert ist. Handelt man nicht intuitiv richtig?
    Wie bringen eigentlich die Frauen in der Wüste Afrikas ihre Kinder auf die Welt?
    Oder die Damen in Canada auf einem Berg 5h von der Zivilisation entfernt? In Australien das gleiche Spiel.
    Natürlich gibt es Fälle, die anderes belegen, aber mal ehrlich: die gibt es im Krankenhaus auch.

    Also wertschätze doch bitte die Haltung einer Frau, die ein kleines Leben in sich trägt und verantworten möchte, was sie sich zutraut.
    Ich bin auch schwanger und bei mir kommt weder das Gebären im Geburtshaus noch eine Hausgeburt in Frage. Dies hat medizinische Gründe. Ich war noch nie stationär in einem Krankenhaus und empfinde diese Umgebung immer als unangenehm. Es wird also für mich Anfang Juli sehr spannend. Nicht jede Frau schreit Juhu und Hurra wenn es zur Geburt ins Klinikum geht… hier eher Team Anti.

    Jeder darf eine Meinung haben, sie sollte trotzdem mit Wertschätzung formuliert werden.
    So, ich gucke jetzt auf Netflix eine Folge „Call the Midwife“. Als Einstimmung für Juli =)

    1. naja! erstmal kann man wirklich dankbar sein, dass wir heute die medizinische Versorgung haben, die wir haben. Und zweitens darf man auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass früher auch deutlich mehr Kinder gestorben sind. Was zum einen der fehlenden Aufklärung geschuldet war und zum anderen der nicht (schnell) vorhandenen medizinischen Versorgung. Demnach finde ich die „…Vor so und so viel Jahren war das üblich“ Argumentation absolut daneben.
      Es gibt viele Punkte, die FÜR eine hausgeburt sprechen. Deine genannten gehören da aber nicht zu…

  10. Liebe Janina,

    schön das es dir so gut geht ?. Ich finde es toll das du dich für eine Hausgeburt entschieden hast. Ich wünsche dir von Herzen eine wunderschöne Hausgeburt und hoffe das es sich alles so ergibt wie du/ihr es euch wünscht.
    Lass dich von solch doofen Kommentaren nicht ärgern, jede Frau entscheidet selbst es für sich und sein Baby am Besten ist.

    1. Meine Liebe,

      wie schön von dir zu lesen. <3

      Ganz lieben Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich sehr darüber und bin im Allgemeinen sehr glücklich mit meinem Weg, den ich dieses Mal gehe. Ich glaube, ich hatte noch nie so viel Vertrauen in mich selbst.

      Herzliche Grüße
      Janina

  11. Wunderschön geschrieben! Vielen Dank für diesen richtigen und wichtigen Post. Welle für Welle, Wehe für Wehe, wie Ebbe und Flut. Genau so ist es doch! Ich habe meine beiden Kinder selbstbestimmt im Geburtshaus in Hannover bekommen und würde bei einem möglichen dritten Mal auch eine Hausgeburt überlegen. Aber auch das Geburtshaus war für mich genau der richtige Ort.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Stärke, eine wunderschöne Schwangerschaft und Geburt und grüße dich unbekannt, aber ganz herzlich aus Hannover Buchholz.

  12. Hallo Janina,
    zuerst einmal wünsche ich dir eine stressfreie und schöne Schwangerschaft.
    Bei dem Thema Hausgeburt war mein erster Gedanke, warum tut sie sich das an? Gut, es ist deine zweite Schwangerschaft und was danach folgt braucht man dir nicht zu erzählen. Ich denke, ein paar Tage im Krankenhaus um sich verwöhnen und erholen zu können, ist doch auch nicht schlecht? Ich gestehe, ich hätte nicht den Mut einer Hausgeburt.

    Gruß Caroline

  13. Liebe Janina,
    deine Entscheidung und deinen Weg kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch wenn es nicht meiner wäre. Eine Hausgeburt kommt für mich nicht in Frage, aber es ist doch schön, dass wir Frauen in diesem Land die Möglichkeit haben, das ganz individuell und persönlich zu entscheiden.
    Meine erste Tochter habe ich am 22.3.15 geboren und unser nächstes Kind erwarte ich nun am 09.08. – der Abstand unserer Kinder und die Geburtstermine sind also sehr ähnlich.
    Auch ich frage mich nun manchmal, wie es wird mit zwei Kindern, aber ich bin davon überzeugt, dass ein so sehr gewünschtes Kind sofort seinen Platz finden wird und ein toller neuer Abschnitt beginnt.
    Wenn auch zwischendurch anstrengend 😉 da müssen wir uns wohl nichts vormachen.
    Aber das habe ich so gewollt und bin jeden Tag dankbar dafür.
    Alles Liebe.

  14. Für mich persönlich käme eine Hausgeburt nicht in Frage. Ich würde jedoch nicht auf die Idee kommen, Frauen davon abzuraten. Erstens weil ich keine Ahnung davon habe ? und zweitens weil ich davon überzeugt bin, dass jede werdende Mama und Ist-Mama sich auf ihre Intuition vertrauen soll/kann. So hat es die Natur eingerichtet, meiner Meinung nach. Wir sollten im Umgang miteinander immer im Kopf haben, dass was für meine Familie und mich richtig ist, nicht immer automatisch das Richtige für andere sind. Janina, ich finde das richtig bewundernswert, wie du diese Schwangerschaft angehst.

  15. Liebe Janina, Ich finde diese innere Ruhe wunderbar. Ich hoffe, dass es dir so gut geht, wie es aus dem
    Lesen heraus klingt. Ich glaube der Urlaub ist genau die richtige Entscheidung um
    dem
    Alltag zu entfliehen und die Schwangerschaft nochmal ganz intensiv zu erleben. Danke auch für deinen offenen Bericht über Annis Geburt und deine Erzählungen der Ruhe die du jetzt hast, ich bin der Meinung, dass im
    Internet viel zu wenig über die schönen, angstfreien, Geburten steht. Auch ohne bisherige Schwangerschaft, macht es Spaß deine Berichte zu lesen und sich auf etwas zu freuen was vielleicht in ein paar Jahren passiert anstatt schon bevor man überhaupt schwanger ist Angst davor zu entwickeln. Im
    Übrigen sagt meine Oma zum
    Thema Hausgeburten immer: die Frauen sind doch nicht krank, sie bekommen ein natürliches Wunder und die empfängt man doch am liebsten an schönen Orten.

  16. Liebe Janina,

    es ist toll zu lesen, wie sehr du alles genießt! Und die Entscheidungen, die du triffst, sind deine bzw. eure! Da kann man über all das hinwegsehen! Du wirst das meistern, und zwar mit Bravour, da bin ich sicher! Es gibt doch auch nichts schöneres, als ein neues Leben in einer geborgenen und mit Liebe erfüllten Umgebung zu begrüßen?! Und wenn es das eigene Zuhause ist, ist es doch umso schöner?
    Alles Gute ?

  17. Liebe Janina,
    ich als Hebamme finde es großartig, dass Du genau diesen Weg für Euch gewählt hast. Für eine Schwangeschaft und Geburt ist es so unendlich wichtig auf den eigenen Körper zu hören und ihm vor allem zu vertrauen. Ich wünsche Dir von Herzen eine tolle Geburt in vertrauter Umgebung.

    Herzliche Grüße, Sophia

    1. Liebe Sophia,

      ich danke dir für deine Worte. Es fühlt sich für mich einfach so unheimlich richtig und gut an. Ich glaube, ich habe bisher keine Schwangerschaft so genossen.

      Herzliche Grüße an Dich und Hut ab für deine wichtige Arbeit als Hebamme!
      Janina

  18. Und immer wieder frage ich mich, warum manche Menschen meinen, anderen vorschreiben zu dürfen, was richtig und was falsch ist.

  19. Liebe Janina. Du findest deinen Weg und du vertraust dir. Du siehst deinen Körper und die Kraft, die er bereit hält.
    Ich finde es allgemein wichtig, dass jede Frau dort und so gebären darf, wie sie sich sicher, geborgen und wohl fühlt.
    Hausgeburten sind keineswegs verantwortungslos, wir haben strenge Vorgaben, die für die außerklinische Geburtshilfe in Deutschland gelten. Verantwortungsbewusste Kolleginnen können so die Frauen fachlich kompetent und selbstbestimmt begleiten.
    Schade finde ich es, dass es immer wieder dazu führt, dass ge- und verurteilt wird. Gefährliches Un- und Halbwissen führen zu waghalsigen Kommentaren und respektlosen Ausführungen.
    Liebe Menschen, lasst jeden diesen einzigartigen Weg so erleben lassen, wie sie es möchte. Lasst uns dafür kämpfen, dass weiterhin eine Wahlfreiheit herrscht und Hebammenbetreuung und flächendeckende Geburtshilfe noch möglich ist.
    Herzlichste Grüße aus Berlin sendet dir Franzi (Hebamme)

  20. Sorry, aber meiner Meinung nach willst du in dieser SS einfach nur polarisieren. Isst Suhsi, nimmst keine Folsäure und nun auch noch die nicht ganz ungefährliche hausgeburt. Und das alles nur für Klicks und immer neugieriger werdende Follower, die immer häufiger auf dein Profil gehen, um zu gucken, ob das alles so klappt und dein Kind gesund zur Welt kommt. Letztens hast du noch von maximal 2 ultraschllas gesprochen, jetzt hast du scheinbar doch wieder einen gemacht. Und ich wette du nimmst auch folsäure und lässt das Sushi links liegen, weil du, wie jede Mutter, kein Risiko für dein Kind eingehen willst. Aber eine SS mit „normalem“ verhalten verkauft sich nun mal nicht so gut in den sozialen Medien. Schade, dass man so sein Geld verdient. Allgemein wirkt es sehr wie ein billiger Abklatsch von Löckchenzauber. Mit dem Unterschied: ihr kauft man es ab!

    1. Was redest du?

      Ich habe immer von den zwei großen Screenings gesprochen. Und der eine davon war nun einmal vor knapp zwei Wochen.
      Und ich esse Sushi, weil sowohl Hebamme als auch Gyn dahingehend fein sind. Ehrlich, ich falle gerade vom Glauben ab.
      Ich will polarisieren, weil ich für mich dieses Mal einen anderen Weg gehen möchte. Einen, der mir hoffentlich ein besseres Geburtserlebnis verschaffen wird, als der letzte? Ließ dir noch einmal deinen Kommentar los, das ist wirklich bitter traurig, was da von dir gibst. Wer war so böse zu dir, dass du so bist?

  21. …ich finde es sehr, sehr mutig. Für mich käme eine Hausgeburt nicht in Frage. Ich persönlich könnte möglich Konsequenzen so einer Entscheidung nicht verantworten. Eine Geburt trägt immer ein gewisses Risiko mit sich – auch wenn es das natürlichste auf der Welt ist.
    Der Gedanke sollte immer zu Ende gedacht sein, aber das werdet ihr ja sicherlich getan haben.

    1. Ich finde es genauso mutig, mich einem Krankenhaus anzuvertrauen, in dem Menschen arbeiten, die mich nicht kennen und gleichzeitig mehrere Frauen betreuen müssen. Auch in Kliniken sterben Mütter und Kinder, Interventionskaskade ist da ein gutes Stichwort. Ärzte und Hebammen müssen sich im Krankenhaus Standards unterwerfen, die der individuellen Situation der Gebärenden nicht angepasst sind. Ctgs werden auf dem Monitor überwacht, Frauen gebären auf Station, weil die Hebammen im Kreißsaal überlastet sind und auch nebenbei noch um Ambulanz und Bestellungen kümmern müssen und ans Telefon gehen. Dann lieber eine 1 zu 1 Betreuung, wo Notsituationen rechtzeitig erkannt werden können und Hebammen adäquat reagieren, bevor fachärztliche Unterstützung naht. Auch ist bei weitem nicht in allen Kliniken rund um die Uhr ein Facharzt vor Ort und das OP Team jederzeit bereit. Da müssen nachts auch häufig erst Menschen aufstehen, oder gar ins Krankenhaus fahren. Sicherheit gibt es nie. Bei uns in England ist übrigens die Hausgeburt, bzw Geburtshausgeburt der Geburtsmodus der ersten Wahl bei komplikationsloser Schwangerschaft-genau wie in Holland. Welcher Weg ist nun mutig?

      1. Kleiner Nachtrag: Und abgesehen davon ist klar- jeder darf und muss seinen eigenen Weg gehen und Entscheidungen treffen, die er für sich selbst verantworten kann.

        1. Das sehe ich das einfach anders. Wenn während der Geburt Komplikationen auftreten und das kann einfach immer passieren, kann in einem Krankenhaus in wenigen Minuten (und die zählen dann im Falle eines Falles) reagiert werden.
          Das ist bei einer Hausgeburt definitiv nicht möglich. Das ist Fakt. Ich verurteile niemanden der sich dafür entscheidet. Ich habe lediglich geschrieben, das ich es sehr mutig finde und das es für mich persönlich nicht in Frage käme. Ich könnte das einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn mit meinem Kind etwas passiert und ich hätte es verhindern können in dem ich in einem Krankenhaus entbunden hätte.
          Zu dem Thema Hebammen, es gibt auch Beleghebammen, die steht dir dann rund um die Uhr zur Verfügung. Und by the way… Ich denke mir das Risiko gewiss nicht aus, denn auch ich komme von Fach.

          1. ..und by the way: Oft ist in Klinken diese Hilfe eben nicht binnen Minuten da. Wie viele Kinder überleben die Geburt im Krankenhaus nicht, wie viele Frauen sterben noch immer unter der Geburt. Weil Komplikationen nicht rechtzeitig erkannt werden können. Warum? Weil das Personal nich mehr das leisten kann, was es gerne würde. Weil es oft überlastet ist, weil Geburtsstationen nicht selten vollkommen unterbesetzt sind. Der medizinische Bereich in Deutschland leidet. Jemand der sagt, die Klinik ist sicherer als ein anderer Ort wie das Geburtshaus oder das eigene Heim in Begleitung wissender Hebammen, der täuscht.

  22. Liebe Janina,
    Ich finde es ganz toll, wie du auf dein Gefühl hörst und auf deine Hebamme. Ich selber habe mein zweites Kind zuhause entbunden. Es war traumhaft und sollte ich noch weitere Kinder bekommen und die Schwangerschaften komplikationslos verlaufen würde ich es immer wieder so machen. Auch ich habe in der zweiten Schwangerschaft in mich hinein gehört und mir als Frau vertraut. Es hat sich so ausgezahlt. Ich wünsche dir von Herzen, dass alles weiterhin so gut läuft und du eine Hausgeburt erleben darfst. Liebe Grüße

  23. Ich hatte 2 selbstbestimmte Geburten. Die erste in Begleitung von meinem Mann, einer Doula und einer Hebamme in einem kleinen Landkrankenhaus. Unsere Tochter kam nach 30h ganz friedlich in ihrem eigenen Tempo ohne Schmerzmittel oder wehenfördende Massnahmen zur Welt. Wir waren erst die letzten 6h im Spital. Davor war die Doula die ganze Zeit bei uns. Ich hatte es mir offen gelassen zu hause oder im Spital zu gebären. Schlussendlich brauchte es die „Luftverändeung“ und die grosse Gebärwanne im Spital.
    Bei unserem Sohn hatten wir einen Pool zu hause im Wohnzimmer. Diese Geburt ging ein wenig schneller, aber auch hier wurde ich die ganze Zeit von meinem Team Mann, Doula und Hebamme begleitet ausser mal 2h zwischendurch wo ich meine Krise hatte und allein sein musste. Sind sie halt Mittagessen gegangen und ich habe zu hause mit mir gehadert und schlussendlich entschieden vorwärts zu machen und das Kind zu bekommen. Am Ende wurde unser Sohn bei Kerzenlicht und wunderschöner Stimmung zu Hause geboren. Eine Stunde später hatte unser Nachbar Spaghetti gekocht und wir saßen alle am Tisch und haben so die Geburt gefeiert.
    Ich kann heute für mich sagen, dass ich zwei Mal geboren habe und nicht entbunden wurde.
    Alles Liebe auf deinem weiteren Weg. Ana

  24. Nachtrag 1: eine Hausgeburt braucht viel Vertrauen in sich selber und sein Umfeld. Und es sollten keine Angst oder Zweifel an der Richtigkeit im Raum stehen, vor allem nicht vom Partner oder wer auch immer bei der Geburt dabei ist.
    Nachtrag 2: meine Schwangerschaften waren relativ einfach. Beim ersten Kind war es mir zwar fast durchgehend übel aber das vergisst man. Das zweite Kind lag bis 10 Tage vor der Geburt in Steisslage. So hätte es mit der Hausgeburt auch nicht geklappt. Ich hätte aber nach Möglichkeit auf den Kaiserschnitt verzichtet und im Spital natürlich geboren. Ich war dann zur äußeren Wendung angemeldet und siehe da, am Tag zuvor hat er sich in die richtige Position gedreht. Einfach die Situation annehmen wie sie ist und sich nicht auf eine einzige Möglichkeit versteifen.

  25. Und warum bitte müssen die sich hier äußernden Verfechterinnen der Hausgeburt, der selbstbestimmten Geburt oder im Extremfall der Alleingeburt immer unbedingt im gleichen Atemzug die Geburt in einer Klinik verteufeln, den Frauen ein schlechtes Gewissen einreden?

    Warum könnt ihr nicht einfach akzeptieren, dass für manche Frauen dies der bessere, der sichere, der gewollte, womöglich der einzige Weg ist?

    Ich habe 2015 eine Geburt hinter mir, die sehr entspannt begann, dann aber an Dynamik aufnahm und letztlich in einem notfallmäßigen Kaiserschnitt endete.

    Jetzt bin ich erneut schwanger, leider verbunden mit vielen Komplikationen und Risiken für mich und das Baby.
    Für die Nostalgikerinnen und die, die so gerne die Wüsten Afrikas oder sonstige unterversorgte Gegenden als leuchtende Beispiele zitieren: Eine Plazenta Prävia und das HELLP-Syndrom würden meinem Baby und mich das Leben kosten. So einfach ist das.

    Ich bin froh und unendlich dankbar, dass Medizin mein, unser Leben rettet – denn inzwischen geht es ja nicht nur um mich, ich bin auch Mutter – aber insbesondere dass meine beiden Töchter gesund und sicher geboren wurden bzw. werden.

    Im Übrigen haben mich meine Schwangerschaften und die Babyzeit eins ganz besonders gelehrt: irgendwer will immer an dir sein Geld verdienen. Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett- auch hier gibt es Anbieter und Nachfrager. Natürlich zählt auch die nette Hebamme dazu, die eine Hausgeburt anbietet, oder die Doula, oder oder oder. Das ist ja überhaupt nichts Unehrenhaftes. Nur wird das in der gesamten Diskussion doch gelegentlich „vergessen“.

    Liebe Frauen, lasst uns einander mehr achten und wertschätzen, als durch derartige Diskussionen gegenseitig abzuwerten…. Kinder kriegen ist doch das Allerschönste, wir sind geschaffen dafür!

    Alles Gute dir und deiner wachsenden Familie, liebe Janina, vor allen Dingen Gesundheit und eine weiterhin so positive Einstellung

    1. Liebe Patricia,

      in meinem Text erzähle ich von meiner ersten Geburt, die wunderschön war und in einer Klinik stattgefunden hat. 🙂
      Sprich, niemand verteufelt hier irgendetwas. Immer ist davon die Rede, dass es nicht nur einen richtigen Weg gibt. Denn es gibt viele Wege und je nach Frau ist ein anderer vielleicht der bessere.

      Ganz liebe Grüße und alles gute für deine Schwangerschaft,
      Janina

  26. Warum, um Himmels Willen, soll eine Hausgeburt gefährlich sein?!? Wenn die Hebamme, und/oder die behandelnde Ärztin nur den geringsten Zweifel daran hätten (wegen gesundheitlicher Probleme, falscher Kindslage etc.), dann käme eine Hausgeburt nicht in Frage. Wenn Mutter und Kind gesund sind, dann spricht überhaupt nichts dagegen.
    Ich selbst bin Chirurgin, für mich käme nur ein Kaiserschnitt in Frage (das muss aber jeder für sich selbst entscheiden). Eine Hausgeburt ist was ganz tolles! Die werdende Mutter ist in ihrer gewohnten Umgebung, kann sich so viel besser entspannen. Kann sich ungezwungen nackt bewegen. Mann und Kinder sind in der Nähe. Bei einer normalen Geburt ist ein Arzt in der Regel überflüssig.
    Liebe Janina, ich wünsche euch alles erdenklich Gute und hoffen du lässt uns weiter so intensiv teilhaben.

    Liebe Grüße aus Hamburg…

  27. Liebe Janina,
    ich finde auch jede Frau oder jedes Elternpaar sollte selbst entscheiden wie und wo die Geburt stattfinden soll. Du sagst ja selber, dass du dich in einer Notsituation auch in ein Krankenhaus begeben würdest. Dass das Thema Hausgeburt ein kontroverses ist und daher Diskussionsbedarf besteht, war ja klar, aber dann bitte konstruktiv! Ich finde es nicht selbstverständlich, dass du ‚uns‘ so an deiner Schwangerschaft teilhaben lässt und empfinde manche Kritik daher auch als übergriffig – lass dich davon gar nicht erst ärgern!

    Eine Frage habe ich jedoch auch: Ist eine Hausgeburt in einem Mehrfamilienhaus denn vom Geräuschpegel her praktikabel? In einem Eigenheim kann ich mir das sehr gut vorstellen, aber ihr lebt ja in einem Mehrfamilienhaus, richtig?
    Dazu würde mich deine Meinung oder auch die deiner Hebamme interessieren! 🙂

    Liebe Grüsse!

    1. Liebe Giuliana,

      danke dir für deine Worte.
      Das Thema Geburt ist generell kontrovers. Weil wir Frauen so unterschiedlich sind, unterschiedlicher nicht sein könnten. Und was toll ist. Es gibt so viele Wege und alle führen ans Ziel. Und nicht jeder Weg ist richtig für jede Frau. Da gibt es so viele Faktoren und ich finde das ist schön, dass wir alle für uns die Wahl haben. 🙂
      Es war und ist auch nicht meine Absicht, auch nur eine Frau zu bekehren. Oder zu sagen, nur mein Weg ist der richtige. Keinesfalls. Das steht mir nicht zu und das denke ich zB auch gar nicht. Denn es gibt nun einmal all diese vielen Wege, die alle richtig sein können.

      Darüber haben wir auch nachgedacht. Ich war bei meiner ersten Geburt sehr laut, bei Mimi hingegen habe ich kaum Geräusche von mir gegeben. Henry sagte irgendwann später, ich wäre so still gewesen, so zahm, so in mich gekehrt. Ich weiß nicht, wie es dieses Mal sein wird. Aber ich werde wenige Wochen vor der Geburt einen Zettel in das Treppenhaus hängen, dass es eben dazu kommen könnte, dass es kurzzeitig etwas lauter wird und sich niemand Sorgen machen muss. 🙂
      Auf meiner Etage wohnen nur WGs, die sind in der Regel fast bis kaum da. Unter uns wohnen Familien mit Kindern (ziemlich lauten Kindern, haha), ich hoffe da einfach, dass sie mir das, sollte ich laut sein, nicht krumm nehmen.

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  28. Liebe Janina

    Ich habe einmal im Krankenhaus und einmal Zuhause entbunden.
    Ich kann deine Gründe zu 100% verstehen, möchte dir trotzdem aus Erfahrung noch einen kleinen Input mitgeben..
    Ich wollte diese selbstbestimmte Geburt, ich wollte dies mehr als alles andere. Und dann, als es so weit war, und das Kind kurz vor der Geburt stand, überkam mich Panik in den letzten Minuten. Unglaublich grosse Panik.. Obwohl alles gut ausgegangen ist, und ohne Komplikationen verlaufen, möchte ich dies so nie wieder erleben. Das Gefühl hatte ich im Krankenhaus auch nicht ehrlich gesagt.. Meine Hebamme (die über 400 HG verzeichnen kann, Hut ab) meinte dazu, dass dies bei den meisten Frauen auftaucht irgendwann während der Geburt und trotzdem überkommt mich das Gefühl, dass ich bei einer nächsten Geburt im Geburtshaus besser aufgehoben bin. Ich wurde also etwas entzaubert was das Thema HG anbelangt, und wünschte, wenigstens eine Frau hätte mir vorher schon davon erzählt, und nicht immer nur, wie toll dass es doch war.. Im Nachhinein bestätigten mir übrigens fast alle HG Kolleginnen, dass sie ähnliches erfahren hatten.
    (Die Unterstützung, die man im KH & GH hat, um sich gut zu erholen, fällt auch weg, was wirklich bedenkt werden sollte, vorallem beim 3 Kind nicht unwichtig mMn.)

  29. Liebe Janina,

    ich kann deinen Wunsch, dein Baby zuhause zu empfangen, wo man sich sicher und geborgen fühlt, gut nachvollziehen.
    Das finde ich nicht nur während der Geburt schön, sondern vor allem für die Zeit direkt nach der Geburt. Da in den eigenen vier Wänden zu sein und nicht dem Krankenhausalltag unterworfen zu sein, hat auf jeden Fall Vorteile und erleichtert einem den Start mit Baby bestimmt.
    Ich habe selbst drei Kinder, davon waren zwei Geburten völlig komplikatipnsfrei, eine endete mit der Saugglocke.
    Ich muss sagen, dass ich bei einer weiteren Schwangerschaft mein Bedürfnis nach einer wohligen Umgebung immer dem Sicherheitsaspekt für das Kind unterwerfen würde. Natürlich muss jede Frau für sich selbst entscheiden und die Verantwortung tragen. Aber man entscheidet halt nicht nur für sich selbst sondern auch für sein Kind. So toll ich die Vorstellung einer Hausgeburt auch finde, ich würde immer danach gehen, was für mein Kind am sichersten ist und wo es für den Fall der Fälle, dass schnell gehandelt werden muss oder dass wider Erwarten Komplikationen auftreten, am besten und schnellsten versorgt ist. Dieser Aspekt fehlt mir in deinem Artikel so ein bisschen und es würde mich interessieren, wie du darüber denkst.

    Ich für mich denke, man lässt sein Baby ja auch nicht ohne Autositz hinten auf der Rückbank liegen weil es bequemer und für den Rücken gesünder ist. Man setzt es in einen unbequemen Kindersitz mit gekrümmtem Rücken um im seltenen Fall eines Unfalls gewappnet zu sein. Weil Safety first. Ein bisschen so ist es für mich mit dem Thema „Geburt zuhause“.

    Aber ich hoffe, dass deine Entscheidung für euch die Richtige ist, und vermutlich geht nach 2 vorbildlich verlaufenen Geburten ja auch alles gut . Das wünsche ich euch jedenfalls sehr. Alles Liebe, Friederike

    1. Liebe Friederike,

      danke dir für deine Gedanken. 🙂
      Mein Bericht ist eher ein Spiegel meiner Gefühle momentan. Es geht nicht explizit um eine Hausgeburt. Gern kann ich mir da in den nächsten Wochen aber mal Gedanken machen und explizit etwas über die Geburt zu Hause schreiben. Ich beleuchte das in diesem Artikel nicht. Es ist lediglich eine kleine Momentaufnahme meiner Gefühle, die ich aktuell empfinde.

      Zu deiner Anmerkung in Sachen Sicherheit. Viele Frauen merken genau diesen Punkt an. Fakt ist aber tatsächlich, dass eine Geburt in der Klinik nicht unbedingt sicherer ist. In vielen Kliniken herrscht gerade auf der Geburtsstation Personalmangel, das vorhandene Personal ist nicht selten überlastet und kann seinem Job nicht mehr so nachkommen, wie es gerne würde. Nicht selten kommen Babys im Krankenhaus krank oder gar tot zur Welt, weil Komplikationen nicht schnell genug erkannt wurden. Eine Geburt zu Hause, begleitet durch eine erfahrene Hebamme, wird professionell betreut. Die Hebamme konzentriert sich nur auf die Frau und ihr Baby. Sie muss sich nicht um mehrere Frauen gleichzeitig kümmern, wie es oft in der Klinik der Fall ist. Dadurch werden eventuell auftretende Komplikationen oft viel früher erkannt, es kann viel schneller gehandelt werden. Dieser Glaube, eine Geburt in der Klinik würde mehr Sicherheit geben, ist also ein Irrglaube. Eine Garantie gibt es niemals, nirgends. Weißt du, meine Schwester wurde während der Geburt einfach allein gelassen. Man hat sie nicht ernst genommen, als sie sagte, sie würde pressen müssen. Letztendlich wurde ihre Tochter geboren und es war keiner da. In der Klinik.

      Liebe Grüße
      Janina

  30. Liebe Janina,
    ich habe mit 26 Jahren mein erstes Kind zur Welt gebracht, eine spontane und ganz schnelle Hausgeburt. Sie war wegen der normalen ärztlichen Begleitung und den damit verbundenen Ängsten und Absicherungen zum Schluss der SSW nicht (mehr) geplant gewesen, aber innerlich gewünscht. Mein Körper und Kind haben sich für meine Bedürfnisse eingesetzt, sage ich mir im Nachhinein! Es war wunderschön und alle staunten über unseren Geburtsbericht, hatten Gänsehaut, offensichtliche Freude und den Zauber des Wunders mitgefühlt. Mir wurden an dem Tag zwei Geschenke bereitet- mein Kind und diese Geburt. Die Rückmeldungen der „Klinikgeburtsfrauen“ waren meist getrübter, betonten immer das gleiche Resultat aller Geburten “ Hier ist mein Wunder, ich liebe es über alles“, aber sie waren mehrheitlich von Schwierigkeiten oder Umständen der Umgebung geprägt.
    Ich möchte überhaupt nicht jeden zu einer Hausgeburt oder außenklinischen Geburt überzeugen, aber jedem grundlegend den Moment der eigenen, freien Entscheidung wünschen – manchmal sich auch alle Möglichkeiten offen zu halten- eine Hebamme zu haben, die außenklinisch entbinden könnte und doch im Gefühl der Geburt zu entscheiden: nein, ich fühle mich in der Klinik sicher. Oder eben genauso andersrum, nur weil seit ein paar Jahrzehnten Geburten ärztlicher Aufsicht sind, vertraue ich meinem Körper, er kann es und eine Hebamme reicht. Denn nicht umsonst sind wir bis 2017 gekommen, wo doch bis weit nach dem Mittelalter, kein Arzt sich einer Geburt verantwortlich sah, sondern es die Sachen der Frauen selbst oder der Hebamme – ihr Fachgebiet- war.
    Geh weiter deinen Weg und ich wünsche dir alles Gute für die Schwangerschaft und Geburt!

  31. Ich verstehe nicht, wieso du so einfach davon ausgehst, dass du die Geburt selbst bestimmen kannst! Vielleicht liegt dein Kind zum Termin in Steißlage und die Betreuung durch Ärzte wird erforderlich! Ich finde, du gehst wirklich sehr naiv an das Thema heran…

    1. Liebe Inga,
      das sind Dinge, die passieren können. Die immer passieren können. Und dem bin ich mir bewusst. Ich habe mich wochenlang mit diesem Thema beschäftigt. Sollte medizinische Hilfe nötig sein, dann ist dem so und dann nehme ich diese sehr gern an. Aber sollte eben alles komplikationslos verlaufen, dann möchte ich unser Baby zu Hause bekommen. Naiv bin ich da in keinem Fall und ich finde es ziemlich anmaßend, unwissend sowas in den Raum zu stellen.
      Liebe Grüße
      Janina

  32. Hallo! Ich bin Mama von zwei Mädels und beide Mäuse habe ich im Krankenhaus bekommen. Und würde mich bei meiner Driten Entbindung auch für eine Hausgeburt entscheiden! Wie Du auch schreibst oder sagst Zuhause fühle ich mich sicher und hier kann ich alles bestimmen. Natürlich muss gesundheitlich alles passen und eine top Hebamme das ganze begleiten. Aber ansonsten würde ich jede Frau die sich für eine Hausgeburt entscheidet total verstehen. Deine Texte sind sooooo schön und wenn ich so lese bekomme ich jetzt schon wieder Lust schwanger zusein ?

  33. Ich habe mir nicht alle Kommentare durchgelesenen, aber ich bin erstaunt was einige für konstruktive Kritik halten. Nun ja, egal. Ich freu mich jedenfalls sehr für dich dass du das Vertrauen in dich gefunden hast eine Hausgeburt anzustreben. Ich wünsche dir eine wundervolle Schwangerschaft und bin schon jetzt gespannt auf das neue Erdenkind und den wahrscheinlich höchst zufriedenen Geburtsbericht.
    Herzliche Grüße aus Hamburg

  34. Ich hatte eine völlig unkomplizierte SS und auch Geburt – bis zu dem Moment als meine Tochter auf die Welt kam. Wenige Minuten waren entscheidend und wäre ich nicht in der Klinik gewesen und die Ärztin sofort da, wäre meine Tochter heute schwerstbehindert. Von daher finde ich es sehr unverantwortlich. Frauen überall auf der Welt haben nicht die Möglichkeit dieser ärztlichen Umsorgtheit und Babys sterben deshalb und du lehnst das ab. Im Ernstfall ist sogar eine Krankenwagenfahrt zu lange. So wäre es bei mir gewesen. ..

    1. Vielen lieben Dank dir für deine Erfahrungen.

  35. Immer hat jeder irgendwelche Erfahrungen gemacht, individuelle Situationen erlebt und es gibt selbstredend genug Einzelschicksale , die für oder gegen Haus- oder Klinikgeburten sprechen. Und immer wird diese Situation nicht vergleichbar mit dem Erleben einer anderen Frau sein.
    Jeder kennt wen, der…
    oder hat erlebt, dass… Am Ende zählt jedoch was man selbst verantworten kann. Und auch Hebammen sind ausgebildet, Hilfe zu leisten, zu reanimieren und Medikamente zu verabreichen. http://www.daserste.de/unterhaltung/boulevard/brisant/videosextern/schwere-geburt-100.html

    In Kliniken ist nicht alles Gold, was glänzt.

  36. Hallo Janina, mach dein Ding, geh deinen Weg, klar da bin ich ganz mit Dir einer Meinung. Aber ich muss schon ein bisschen darüber schmunzeln wie du hier auf jegliche Kommentare reagierst die nicht ganz in Richtung ja Hausgeburten sind super ja du hast dich für den richtigen Weg entschieden und ja alles wird gut gehen formuliert sind.. wenn du doch so rosarot zufrieden und momentan glücklich und in dich gekehrt bist, warum kannst du dann nicht auch ein bisschen über solchen Kommentaren stehen und in einem freundlichen Ton antworten

    1. Liebe Katrin,

      sofern der Ton mir gegenüber freundlich und sachlich und konstruktiv ist, freue ich mich sehr. Ist es dieser nicht, dann ist es ganz natürlich, dass ich darauf hinweise. Mein Blog, meine Spielregeln. Ein gewisses Maß an Respekt und Anstand sollte man erwarten können.

      Liebe Grüße
      Janina

  37. Liebe Janina,
    ich wünsche Dir viel Glück und eine wunderbare Zeit als Schwangere! Ich habe selber meine beiden Kinder zuhause entbunden. Die Hausgeburten waren wunderbare Erfahrungen und unbeschreiblich schön! Ich hatte die Geborgenheit zuhause und die Liebe meines Mannes, meiner Schwester, meiner Freundin und zwei Hebammen, die mich jede Sekunde unterstützt haben. Ich konnte alles bestimmen. Wie viel Licht ich haben wollte im Raum, was für Musik, ob ich im Wasser gebären möchte oder nicht. Ich konnte entscheiden, wer mich dabei begleitet. Ich wollte keine Freumde Menschen um mich herum haben. Es waren meine vier Wände und ich war sehr geschützt. Das ist so wertvolll und wichtig, wenn Du ein Kind zur Welt bringst. Diese Sicherheit und Geborgenheit zu haben. Sehr wertvoll!
    Eine Hausgeburt ist nicht für jede Frau. Man muss eine gesunde Schwangerschaft haben und sich sicher sein, dass man selber die Geburt bestimmen möchte.
    Du wirst es ganz toll machen. Bin ich mir sicher!
    Liebe Grüße aus Hamburg
    Maria

  38. Selbstverständlich kannst Du Dein Kind auf die Welt bringen wie Du willst. Das wird Dir niemand verbieten! So frei sind wir ja.
    Allerdings solltest Du bei so einer Entscheidung zu 100% akzeptieren können, dass dein Baby im Falle von ernsten Komplikationen (welche plötzlich auftreten können und beispielsweise einen sofortigen Notkaiserschnitt erforderlich machen würden) so eine Hausgeburt im schlimmsten Fall nicht überlebt. Das ist einfach ein Risiko, dass Du bewusst eingehst. Und darüber MUSST Du Dir einfach im Klaren sein. Aber nachdem Du Dir ja schon viele Gedanken gemacht hast, muss ich Dich sicher nicht darauf hinweisen.
    Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass es nicht so kommt und alles so verläuft, wie Du es Dir vorstellst.

    LG

    1. Liebe Julia,

      eben. Genau deshalb musst du mich nicht darauf hinweisen. 🙂
      Und genau diese Risiken, die du gerade genannt hast, hat man in der Klinik auch. Zum Teil sogar verstärkt, weil keine 1 zu 1 Betreuung mehr möglich ist. Leider.

      Viele liebe Grüße
      Janina

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