|| IM INTERVIEW ||
Eine inspirierende Frau mit einer Vision –
MamiConnection

Heute möchte ich euch eine sehr inspirierende Frau vorstellen: Sabine.

Sabine ist Mutter von einem vierjährigen Jungen, ist außerdem berufstätig und hat dazu noch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Sie hatte die Idee, dass Frauen sich in einem eigens erschaffenen Raum im Netz finden und verbinden können. Und so war MamiConnection geboren. Eine Plattform, in der sich Mütter austauschen und verbinden können – egal ob für gemeinsame Aktivitäten, Play Dates oder um sich ein verlässliches Netzwerk aufzubauen. Mit der Vision, Frauen noch besser miteinander zu vernetzen. Eine klasse Idee, finde ich. Generell ist Sabine eine waschechte Powerfrau, die nur so vor Ideen und positiver Energie strotzt.

Danke dir, liebe Sabine, für das interessante Interview und dass du dir die Zeit dafür genommen hast!

 

Starke Frauen

 

 

Liebe Sabine,

in meinen Augen bist du eine echte Power-Frau. Du bist Mama, hast einen spannenden Job im Marketing, arbeitest zusätzlich als Dozentin und bist das Gesicht hinter MamiConnection, einem Netzwerk für Schwangere und Mütter. Hut ab!

 

Liebe Sabine, erst einmal ganz lieben Dank, dass du dir die Zeit für mich nimmst. Du bist Mama eines Sohnes und eine großartige Frau. Magst du dich kurz vorstellen?

Hallo Janina! Ja, sehr gerne: Ich bin Sabine, 37 Jahre, Gründerin, Marketing Managerin und Dozentin. Mit meinem Mann und meinem vierjährigen Sohn lebe ich in Köln. Ursprünglich komme ich aber aus Kleve am Niederrhein. Zum Studium ging es dann nach meinem Abi 2000 in die Dom-Stadt. 2006 habe ich meinen jetzigen Mann kennen und lieben gelernt, den ich im Sommer 2012 geheiratet habe. Und seit November 2013 bin ich stolze Mama.

 

Wie hast du dich verändert seitdem du Mutter bist?

Das Leben hat seit dem Mamasein einen ganz neuen, aber wunderschönen Mittelpunkt: Jakob! Ich bin definitiv noch organisierter und effektiver geworden und gehe dementsprechend auch mit den täglichen Herausforderungen und Prioritäten um. Das Mamasein hat mich auch ein Stück weit erwachsener gemacht, denke ich. Dinge, die mir früher wichtig erschienen treten eher in den Hintergrund. Die Balance zwischen Arbeit, Familie und Zweisamkeit zu halten ist zwar nicht immer leicht, trotzdem genießen wir – wann immer es geht – die Zeit als Familie. Aber auch die Zeit zu Zweit ist uns weiterhin sehr wichtig. Jakob ist mittlerweile vier Jahre alt. Es ist Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht und wie sehr sich unser Leben seit dem verändert, gleichzeitig aber auch extrem bereichert hat. Es wird einfach nie langweilig ☺

 

 

Immer und immer wieder wird über Vereinbarkeit von Beruf und Familie diskutiert. Doch scheint Vereinbarkeit heutzutage noch immer gar nicht so einfach. Gerade auch für Alleinerziehende ist Vereinbarkeit häufig ein existenzielles Problem. Du kommst aus einem großen, internationalen Unternehmen. Wie stehst du zu diesem Thema?

Was denkst du: Wie könnte man Müttern und Vätern den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern und die Vereinbarkeit fördern?

Die Zeiten haben sich im Vergleich zu meiner Kindheit deutlich verändert. Früher hatte die Frau die Rolle der Hausfrau und Mutter und der Mann brachte das Geld nach Hause. Heute wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger. Wir Mamas und auch Papas sind doch wahre Multitalente! Organisationsstärke, Flexibilität, Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen oder Stressresistenz sind in der Arbeitswelt geschätzte Kompetenzen. Trotzdem sind wir nicht dafür da, es allen recht zu machen! Nein, auch wir haben ein Anrecht darauf, unsere individuellen Wünsche und Vorstellungen zu verwirklichen.

Damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie realisierbar ist, ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass alle an einem Strang ziehen. Außerdem sollte man sich seiner individuellen Stärken bewusst sein, sich selbst gut organisieren und klare Prioritäten setzen: Was will ich? Was ist mir wichtig? Wie viele Stunden möchte und kann ich arbeiten? Ist die Betreuung meines Kindes sicher gestellt und bezahlbar? Wie verteile ich Haushalt- und Familientätigkeiten? Kann ich auf Freunde, Großeltern, andere Eltern zurück greifen? Welche Netzwerke kann ich bilden, um mir den Alltag zu erleichtern? Und: Welche Möglichkeiten bietet mir mein Arbeitgeber? Bin ich offen für Neues oder für ein verändertes Arbeitsmodell?

Unternehmen hingegen müssen erkennen, dass sich eine Vereinbarkeit lohnt! Flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice kommen den Bedürfnissen von arbeitenden Müttern und Vätern entgegen. Vollzeitnahe Teilzeitmodelle und digitale Kommunikationsmittel helfen, beides zu vereinbaren. So kann der Kontakt zum Unternehmen gehalten und die Arbeitszeit optimal auf die Bedürfnisse der Familie abgestimmt werden. Dazu gehört aber als erstes eine familienbewusste Unternehmensführung, die der Vereinbarkeit ausreichend entgegen kommt. In Deutschland sind wir diesbezüglich zwar auf einem guten Weg – aber es gibt noch viel zu tun!

Eine erwerbstätige Mutter als „Rabenmutter“ zu betrachten ist definitiv veraltet. Was den Haushalt betrifft muss man sich gerade mit Kind neue Prioritäten zu setzen. Sonst dreht man sich im Kreis und verschwendet viel zu viel Energie. Für mich stehen Harmonie, Entspannung, Zeit für einander oder Zeit für Gespräche an oberster Stelle – auch wenn sich die Wäsche mal stapelt. Na, und?

 

Und vor allem, wie ergeht es dir mit der Vereinbarkeit?

Nach der Geburt meines Sohnes habe ich mich nach 1,5 Jahren selbständig gemacht und war als Beraterin mein eigener Chef. Seit Ende 2016 arbeite ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber als Marketing Managerin und fühle mich dort als Mutter sehr wohl. Ich habe einen Teilzeitvertrag. Freitag ist mein freier Tag. Angesammelte Überstunden darf ich ausgleichen. Meinem Arbeitgeber ist es sehr wichtig, dass Beruf und Familie vereinbar sind. Mein Mann und ich ergänzen uns da aber auch sehr gut: Ich bringe unseren Sohn jeden morgen in den Kindergarten, da mein Mann früh anfängt zu arbeiten. Dafür schafft er es Jakob zweimal die Woche ab zu holen. Außerdem bleibt uns so nachmittags auch mal Zeit als Familie.

An meinem im August gelaunchten Netzwerk MamiConnection arbeite ich Freitags und abends, wenn mein Mann oder ich unseren Sohn ins Bett gebracht haben. Ganz egal ob neuer Content, Austausch mit Mamis aus der Community, Eventplanung oder Kooperationen. Für MamiConnection muss ich sehr oft online sein. Einen richtigen Feierabend habe ich nicht. Für mich fühlt sich das meistens aber nicht wie Arbeit an. Ganz im Gegenteil: Ich ziehe oft Kraft daraus. Den Kommentaren auf der Seite und auf Instagram sowie der wachsenden Community entnehme ich, dass das Netzwerk wahrgenommen wird. Das erfreut mich jeden Tag aufs Neue. Außerdem versuche ich nicht zu viel zu wollen und nicht zu verbissen zu sein, Chancen zu ergreifen und mich mit meiner Neugier aus der Komfortzone zu wagen. Ich finde es super spannend, mich in neue Dinge rein zu denken und nicht nur das zu machen, was ich im Schlaf beherrsche. Das sorgt sicherlich auch dafür, dass mir die Arbeit an MamiConnection so leicht fällt.

 

 Ein weiteres, flächendeckendes Problem ist die Kinderbetreuung. Je nach Bundesland ist es entweder sehr schwer, einen Betreuungsplatz für das Kind zu bekommen oder aber die Kosten sind für Familien kaum haltbar. Außerdem decken sich die Betreuungszeiten nur selten mit den Arbeitszeiten. Denkst du, ein gutes und verlässliches Netzwerk, bestehend aus Familien, Freunden sowie anderen Eltern, könnte die Vereinbarkeit fördern?

Ja, definitiv. Es ist der Wahnsinn, wie unterschiedlich die Betreuungssituation in den einzelnen Bundesländern oder Landkreisen ist und wie früh man sich um einen KiTa-Platz kümmern muss. Wir haben uns sogar richtig beworben und da war Jakob tatsächlich noch in meinem Bauch. Durch einen glücklichen Umstand (Umzug einer anderen Familie) haben wir damals unsere Tagesmutter für Jakob gefunden. Mit zweieinhalb Jahren hatte er dann einen KiTa-Platz.

Ein verlässliches Netzwerk aus Großeltern, Freunden und anderen Eltern ist in der heutigen Zeit definitiv essentiell. Auch wir greifen hin und wieder auf Oma & Opa, Freunde, andere KiTa Eltern oder Babysitter zurück, wenn es zeitlich nicht anders machbar ist, oder wir Momente zu Zweit genießen möchten.

 

Du hast vor einigen Monaten MamiConnection gegründet.
Ein Netzwerk, das Mütter verbinden soll. Magst du uns davon erzählen?

Ja, ganz genau! MamiConnection ist ein kostenloses Netzwerk für Schwangere und junge Mütter. Mit MamiConnection möchten wir Mamis dabei unterstützen, Gleichgesinnte zu finden. Mit Hilfe des Matching Sytsems – dem MamiFinder –  finden (Bald-)Mamas nach Registrierung, Mama-Freundinnen in der Nähe mit ähnlichen Interessen oder Tagesabläufen, um sich mit diesen aus zu tauschen! Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein Betreuungstandem zu bilden, um sich so gegenseitig unter die Arme greifen! Die Mütter bestimmen dabei selbst, wie viel sie von sich preis geben und nach welchen Kriterien sie suchen möchten.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen und was schwebte dir vor?

Die Idee zu MamiConnection kam mir kurz nach der Geburt meines Sohnes. Denn auch ich war damals auf der Suche nach Gleichgesinnten und Austausch. Hinzu kam das ungewisse und lästige Thema Betreuungsplatz!

Für die meisten Mamas ist es – gerade zu Beginn des ersten Mutterseins – nicht immer einfach, gleichgesinnte Frauen zu finden. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich hätte mir gern eine Mama mit gleichen Interessen, Bedürfnissen und Herausforderungen gewünscht. So reifte die Idee zu diesem Netzwerk. Hinzu kam für uns damals auch die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz. Wie du ja eben schon gesagt hast, ist das gar nicht so einfach. Also warum nicht einfach eine Möglichkeit bieten, sich mit Gleichgesinnten zu Vernetzung und selber ein Betreuungstandem zu bilden?

Mit MamiConnection wollte ich ein Netzwerk schaffen, um Müttern das Mamisein ein Stück weit zu erleichtern.

Während ich in Elternzeit war, entwickelte ich aus dieser Idee ein Konzept. Unzählige Monate später habe ich eine tolle Online-Agentur gefunden, die mir bei der Umsetzung dieser Idee geholfen hat. Zum Glück unterstützt mich mein Mann aber auch in jeglicher Hinsicht, wofür ich sehr sehr dankbar bin.

 

 Wie funktioniert MamiConnection? Und was sind die Themen?

Ganz egal in welcher Phase des Mutterseins du dich befindest – auf MamiConnection findest Du Gleichgesinnte, die zu dir und deinen Bedürfnissen passen.

Dafür musst du dich zunächst auf der Seite registrieren. Über deinen Account kannst du dann dein Profil bearbeiten und ergänzen. Dabei bestimmst du, wie viel du von dir preis geben möchtest. Im Community Bereich – das ist der geschützte Bereich für registrierte Mamas – kannst Du mit Hilfe des MamiFinders gezielt nach gleichgesinnten Frauen suchen (also z.B. eine Mama in Deiner Nähe, die gerne bloggt und auf der Suche nach einem Betreuungstandem ist), Freundschaften bilden, und dich per Chat/Nachricht diskret mit anderen Mamas unterhalten. Seid ihr erstmal online vernetzt, können Tipps ausgetauscht, Spielplatz-Dates vereinbart, Mami-Abende geplant oder Betreuungstandems gebildet werden. Dabei gibst du das Tempo vor.

Zusätzlich berichten wir im Blog-Bereich (der für jeden zugänglich ist) regelmäßig über Geschichten rund um das Familienleben mit seinen Herausforderungen. Hier findest Du neben Kolumnen rund ums Mamasein, Shopping-Empfehlungen, Freizeit-Tipps, Reise-Berichte, Portraits, DIY-Ideen, Homestories und vieles mehr.

Das Forum bietet eine Plattform für Austausch und Diskussion. Ganz egal, welches Thema dich gerade beschäftigt oder welche Frage dich bewegt. Hier können Mamas diese los werden und dir in offener Runde Rat von anderen Mamis holen.

 

Sabine, wenn du dir etwas für alle Mamas wünschen könntest. Was wäre das?

Gesundheit / Glück / Gelassenheit und eine Prise Mut! Aber bleibt euch selbst dabei treu! Für ein menschliches Miteinander! Mamas für Mamas!!!

 

Und eine letzte sehr persönliche Frage habe ich noch an dich.
Was wünscht du dir für 2018? Hast du Pläne oder Ziele?

Was MamiConnection betrifft sind wir jetzt gerade mal ein halbes Jahr online. Seit dem Launch hat sich schon so unglaublich viel getan! Ziel ist es, das Netzwerk weiter zu perfektionieren, um die Mamas bestmöglich bei der Suche nach Gleichgesinnten zu unterstützen und ihnen nützliche Tipps für die Herausforderungen des Alltags mit auf den Weg zu geben.

Privat ist mir gerade – durch den Verlust eines geliebten Menschen – wieder sehr bewusst geworden, wie wichtig doch die Gesundheit ist und, dass das nicht selbstverständlich ist. Daher nehme ich mir vor, achtsam mit meinem Leben, meinem Kind und meiner Beziehung um zu gehen. Die Arbeit kommt irgendwann danach und eben nur soweit sie einen erfüllt und nicht krank macht.

Ganz ganz lieben Dank für dieses schöne Gespräch!

Ihr könnt euch HIER kostenlos bei MamiConnection registrieren, um andere Mamas zu treffen.


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