Projekt Meckerfrei: Mama, komm mal runter und hör auf zu motzen! 

Ein Selbstversuch, 14 Tage meckerfrei. Hat sie gerade meckerfrei gesagt? Ja, genau das. Ich bin ganz ehrlich, die zehn Monate fehlender Schlaf haben mich maulig gemacht. Dünnhäutig und zart besaitet, manchmal sogar zu einem kleinen Nervenbündel. Und das ist weniger schön. 

Ich mag ständig nörgelde Mütter nicht und mir tun die Kinder leid. Sind wir alle mal ehrlich, wer mag überhaupt angemotzt und angemault werden?!

Viel zu oft ertappe ich mich in den letzten Wochen dabei, wie ich meine Mitbewohner zurechtweise. Ja, wie ich sie sogar manchmal anmotze. „Henry, häng deine Jacke in den Schrank. Wie oft schon habe ich dir gesagt, dass die Dusche abgezogen werden muss. Wie, du läufst schon wieder mit Schuhen durch den Flur?! Und Anni, hatte ich dir nicht gesagt, du sollst deinen Teller in den Geschirrspüler stellen? {und dann zornig} Verdammt noch mal, ich mag nicht alles zig Mal sagen…!“

Ganz häufig ertappe ich mich dabei, wie ich maule, mosere und motze. Und in diesen Momenten mag ich mich nicht, so ganz und gar nicht. Natürlich, manchmal ist eine gewisse Strenge unabdingar – immerhin möchten Kinder erzogen werden und sie testen zu gern ihre Grenzen aus. Das gehört dazu. Aber all das unnötige Gemotze, das muss nicht sein. Oft halte ich inne und während ich schon wieder vor mich hin schimpfe, muss ich schlucken. Will ich das? Will ich so sein? Sollen meine Kinder das Gefühl haben, dass Gemotze zum Alltag gehört – ja, das dies völlig normal ist? Nein, das möchte ich nicht. Ganz und gar nicht. Ein respektvoller Umgangston und Liebe ist mir unfassbar wichtig. Für meine Kinder und für meine Partnerschaft. Wie heißt es schön: „unser Alltag ist ihre Kindheit!“ Und die Kindheit meiner Kinder soll von Liebe geprägt sein. Gängeleien sind mir zuwider. Auch eine harmonische Partnerschaft ist mir wichtig, auch weil man selbst Vorbild für den Nachwuchs ist.

Als ich bei der inspirierenden Tante Trudi gelesen habe, dass sie ab morgen die Challenge 14 Tage meckerfreie Zone startet, habe ich einen kleinen Luftsprung gemacht. Perfekt, da bin ich dabei. Das ist doch ein Zeichen. Und somit starte auch ich ab morgen mit dem Projekt motzfrei. Ich freue mich, und meine kleine Rasselbande sicher auch. 

In den 14 Tagen ist meckern, nögeln, Stimme erheben, klein machen, scheuchen und drängen verboten. Es sei denn, Gefahr ist in Verzug – klar. 

Warum ich das mache? Weil meckern und nörgeln für mich und meine kleine Familie keine Option ist. Und weil ich, trotz Müdigkeit und Abgeschlagenheit, nicht in derartige Muster verfallen möchte. Denn das bin ich nicht und meine Werte sind mir einfach viel zu wichtig. 

Und du, machst du auch mit? 

 


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Dieser Beitrag hat 11 Kommentare

  1. Ich fühle mit dir… Familie, Haushalt, Arbeit und bald noch Umzug mit Hausbau. Aber ich mag nicht meckern, ich bin dabei! Liebe Grüße, Ramona

  2. Jaaaaa, gerade habe ich den Tag Revue passieren lassen und gedacht „Heute haben wir aber viel gemeckert – und das auch noch an nem „entspannten“ Sonntag. …“ – ich bin dabei (und bin bisserl beschämt, dass es dazu nen Anstoß braucht)

  3. Oh oh. Ich fühle mich ertappt. Gerade ist alles alles zu viel – zu viel Arbeit, zu wenig Unterstützung, zu viel Baby. Und zu viel Meckern. Das wird hart, aber: Ich bin total dabei.

  4. Ich bin sowas von dabei 🙂 Ich hasse es.. ich meckere und rege mich stets viel zu viel und schnell auf und ich kann es nicht abstreiten – ich hasse es einfach wie die Pest.
    Auf ein paar Meckerfreie Tage 🙂

    Liebe Grüße, Kristin

  5. Liebe Janina, ich habe zwar noch keine Kinder, bin aber Lehrerin und ich finde deinen Vorschlag sehr inspirierend. Ich nehm mir jetzt mal vor auch weniger mit meinen Schülern zu meckern (einen Versuch ist es wert!) und bin dabei im Team Meckerfei 😉

  6. Finde ich eine super Challenge! Kinder habe ich zwar (noch) keine (aber das erste ist unterwegs :)), aber ich ertappe mich sehr oft dabei, wie ich mit meinem Liebsten meckere. Und das möchte ich eigentlich nicht.
    ABER: Es sollte auch eine Challenge für die Männer geben. Ein bißchen mehr Mühe geben. Einfach mal den Teller nicht neben die Spülmaschine, sondern IN die Spülmaschine stellen. Oder den leeren Milchkarton gleich in den Müll und nicht wieder in den Kühlschrank.
    Also, so sehr ich gerne meckerfrei sein möchte – meiner Meinung nach muss der Partner auch mitmachen und sich Mühe geben, weniger Grund zum meckern zu geben!
    Aber vielleicht liegt meine Meckerei gerade auch einfach nur an den Hormonen. 🙂
    Nichtsdestotrotz: Ein Hoch auf's Meckerfrei-sein!

  7. Ohje, ich erkenne mich in vielem wieder. Dabei möchte man doch gar nicht so sein, so eine Meckermama! Dein Versuch läuft ja nun schon ein paar Tage, wie läuft es denn bisher?
    Mein Freund wünsch sich auch ab und zu meckerfreie Tage und ich arbeite hart an mir, ihm zumindest ab und zu Urlaub von meinem Meckermarathon zu gönnen 😉

    Viele Grüße!

  8. Das nehme ich als geborene Frau mecker ja fast persönlich..aber ja..auch wenn der artikel nicht mehr aktuell ist,möchte ich mal meckerfrei sein..einfacher gesagt als getan..aber Herr mecker ist meist der Leidtragende und das sollte ich wirklich versuchen zu vermeiden..danke für den Denkanstoß :*

    1. Liebe Frau Becker 🙂

      Vielleicht setzen wir das Projekt einfach noch einmal gemeinsam um. Ich könnte auch schon wieder ein wenig weniger meckern. 😀

      Ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

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