EIN SELBSTVERSUCH // FÜR 10 TAGE KLIMATARIER

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Ein Selbstversuch: 10 Tage als Klimatarier

Ich will es wagen.. Jetzt! 10 Tage als Klimatarier. Sprich, klimafreundlich essen und leben.
Machst du mit?

Ich habe mich in den letzten Jahren verändert. Meine Prioritäten haben sich in vielen Bereichen meines Lebens zunehmend verschoben. Vor gar nicht so langer Zeit, es ist bestimmt erst 4 Jahre her, war ich täglich baden, für mich heute unvorstellbar. Ich achte auf unsere Lebensmittel, kaufe weitestgehend (und soweit möglich) aus der Region und das saisonal, bio und im besten Fall Demeter. Fast die ganze Woche freue ich mich auf den Freitag, unseren Markttag. Hier besorge ich allerei frisches Obst und Gemüse, zum Teil Milch, Fleisch und Käse. Aus der Region für die Region. Saisonal. Und wisst ihr was – es ist gar nicht so viel teurer. Das Argument „Frische und gesunde Lebensmittel sind einfach unbezahlbar!“ hinkt und entspricht so auch nicht ganz der Wahrheit. Dazu aber bald mehr.

Seit vielen Monaten kämpfe ich für uns als Familie auch verstärkt an der „Müll-Front“. Ich hab es ja bereits einige Male erwähnt, aber ich versuche so wenig Müll wie nur möglich zu produzieren. Ich versuche, das Auto so gut es geht, stehen zu lassen und lege die meisten Wege in meiner Stadt zu Fuß (oder mit der Bahn) zurück. Ich mache eben all das, was man als Einzelner tun kann, um Ressourcen zu schonen.

Ich möchte diese Erde erhalten, für meine Kinder und Kindeskinder und für viele weitere Generationen. Wir haben nur diese eine Erde, nur diese eine Chance und wir müssen wieder lernen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Das sind sie nämlich.

Und weil mir all das eine Herzensangelegenheit ist, das ist sie wirklich, stelle ich mich einer Challenge. Der Klimatarier-Challenge. Was das ist?

Die Challenge: Werde Klimatarier
Mach mit!

Zehn Tage klimafreundlich essen. Zehn Tage auf den eigenen Food Abdruck achten. In dieser Zeit erzeuge ich nicht mehr als 8 kg CO2 mit meiner Nahrungsaufnahme. Ermitteln kann ich meine CO2 Bilanz für ein Gericht easy-peasy mit dem Klimatarier-Challenge, Klimatarier-Challenge

Aber ich will noch mehr als das und deshalb werde ich mich und meine kleine Familie in den kommenden zehn Tagen nicht nur klimafreundlich ernähren, wir werden (soweit  möglich) klimafreundlich leben. So mit allem. Ich bin gespannt.

PS: Abgesehen davon schonst du mit einer klimafreundlichen Ernährung nicht nur die Umwelt, mit einer klimafreundlichen Ernährung tust du auch dir und deinem Körper etwas Gutes!

 

Was ist ein Klimatarier-Challenge?

Ein Klimatarier ernährt sich klimafreundlich und nachhaltig, versucht damit die CO2-Emissionen gering zu halten und schont die Umwelt. Er ernährt sich hauptsächlich pflanzenbasiert oder vegetarisch und kauft (wenn möglich) regionale und saisonale Lebensmittel.

Mehr dazu könnt ihr HIER lesen.

 

Wisst ihr, ich habe immer gern Fleisch gegessen. Wirklich. Ich esse auch heute noch gern gutes Fleisch. Ein wirklich feines Stück Steak macht mich glücklich. Aber ich achte schon arg auf unseren Fleischkonsum. Das bedeutet, es gibt vergleichsweise sehr viel weniger Fleisch bei uns als noch vor einigen Jahren. Es fehlt mir auch nicht. Im Gegenteil. Gibt es dann mal Fleisch oder Wurst, dann genieße ich das richtig. Es ist nun mit einer ganz anderen Wertschätzung verbunden. Dankbarkeit, bewusster Genuss, Demut. Denn, wir dürfen nicht vergessen, die zunehmende Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten ist fatal für unsere Umwelt. Wusstet ihr, wie viel Liter Wasser allein für die Produktion für ein Ei verbraucht wird? 200 Liter. Ich meine, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 200 Liter Wasser für das eine Frühstücksei am Morgen, welches im Discounter umgerechnet nur 15 Cent kostet. Irre ist das. Deshalb kaufe ich meine Eier nur vom Bauern, der seine Hühner bei sich auf dem Feld hat. In Freilandhaltung, mit viel Platz. Und wieder, da ist auch wieder die Dankbarkeit so groß.

Lebensmittel schmeißen hier wir kaum bis gar nicht mehr weg. Ich mache mir immer genau Gedanken, was ich kochen und backen möchte. Und ich neige dazu, auch immer mehr alles zu verarbeiten. Sprich, alles. Ich brate mir sogar das Grün der roten Beete noch in Magarine an und hab damit eine ganze Mahlzeit gewonnen. Spart nicht nur Geld, nein, auch Ressourcen. Magarine. Bis vor kurzem habe ich immer Butter gekauft. Einfach weil ich stumpf nicht darüber nachgedacht habe und es auch nicht besser wusste, dass auch Butter eine unglaublich schlechte CO2-Bilanz hat. Verursacht 1 kg Margarine bei der Herstellung „nur“ 1,3 kg CO2, liegt der Wert bei Butter schon bei 8,9 kg CO2 pro Kilo. Krass, oder? Und genau deshalb wird hier jetzt umgedacht. Tschüß Butter, hallo Margarine.

Könnt ihr euch noch an meinen Beitrag zum Industriezucker erinnern? Ihr findet ihn HIER. Seitdem ich meinen Konsum so weit zurückgeschraubt und meine Ernährung komplett geändert habe, geht es mir körperlich so viel besser. Und nicht nur das, insgesamt 9 kg habe ich dadurch bereits verloren. 9 kg. Ich habe dadurch auch wieder ein ganz anderes Körpergefühl.

Die Challenge ist somit eine echte Win-Win-Situation. Ihr achtet auf euren Footprint {ökologischen Fußabdruck} und tut eurem Körper dabei auch noch was Gutes.  Denn, tierische Fette begünstigen u. a. auch Krankheiten im Herz-Kreislauf-System.

Und, bist du bei der „10 Tage Klimatarier“ Challenge dabei?

Tschaka, rocken wir das? Ich würde mich riesig freuen. Auch über deine Gedanken zum Thema im Allgemeinen. Ernährst du dich vegetarisch, vegan? Hast du Tipps und Tricks, Rezeptideen?

Schaut auch gern bei meiner lieben Kollegin von Style-Mom vorbei. Auch sie ist mit an Bord und hat zudem jede Woche einen wirklich tollen Essensplan mit Rezepten zum Thema „Saisonal und Regional“. Absolut empfehlenswert! Ja, und auch Susan Sideropoulos, Cooking Catrin, Anna Frost und Our Clean Journey sind mit dabei.

 

KOMMENTARE

Dieser Beitrag hat 30 Kommentare

  1. Hallo Janina,
    Die Challenge klingt ja spannend. Ich bin gespannt ob du (und die anderen) es schaut durchzuhalten und wie es danach für euch weiter geht.
    Eine Freundin von mir hat „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer übersetzt und isst seit dem zwar noch Fleisch, aber viel bewusster und aus anderen Quellen als vorher.
    Vielleicht ist das Bich ja auch was für euch? Passt jedenfalls zum Thema.
    xo,
    Katarina

    1. Liebe Katharina,

      ich bin auch gespannt, wie sich das umsetzen lässt und was ich aus der Zeit für uns mitnehmen kann. 🙂

      Wir essen auch gern Fleisch. Henry ist Jäger. Deshalb achten wir ganz besonders auf die Herkunft und Qualität und die Dankbarkeit ist eine ganz andere. Einfach weil man weiss, wie kostbar dieses Fleisch ist. Was es bedeutet, Fleisch zu essen. Das öffnet auch sehr die Augen. Das Buch werde ich mir mal anschauen, ganz lieben Dank an dich, liebe Katarina!

      Ich grüße dich ganz lieb
      Janina

      1. oh dazu fällt mir ein, wie die Motte im Urlaub reagiert hat: Wir waren schnorcheln. Auf dem Rückweg angelten sich die Jungs von der Besatzung zwei Tunfische und Motte dachte, wie schmeißen sie wie die Muscheln die sich sich anschauen konnte zurück ins Meer. Auf die Aussage das diese Fische gegessen werden sagte sie mir großen Augen und den Händen in den Hüften „macht Ihr die dann tot?“ auf die bejahende Antwort sagte mir mit großem Nachdruck „aber dann müsst ihr auch alles aufessen, sonst ist das gemein!!!!!!!!!!“

        Hab ich erwähnt wie sehr ich mein Kind liebe????

  2. Liebe Janina,
    dein Artikel gefällt mir wirklich gut. Ich versuche mich ganz ähnlich zu ernähren.
    Deswegen sehe ich dich auch häufiger am Freitag auf dem Markt.
    Vielleicht trinken wir da mal ein Käffchen zusammen.
    Viele Grüße
    Anna

  3. Daumen hoch. In allen Punkten. Bin selber mit den Jahren zu einem Öko geworden. Seit 20 Jahren esse ich kein Fleisch, weil ich es einfach nie wirklich mochte und der Schritt zum „Dann eben auch kein Soß mit Kloß“ ein sehr kleiner war. Nur vegan hat mir nicht gut getan. Käse und Milch (nicht die billige) sind schon lecker. Und Kaffee mit Sojamilch mag ich einfach nicht. Bin gespannt auf Deine Berichte.

    1. Hi Du, jetzt bin ich ein Opfer der ständigen Automatisierung, mein Nachname wurde einfach eingetragen, kann man den löschen? Sieht ja so überkorrekt aus, da merkt jeder gleich, dass ich noch ein Kind der 70er bin…. Wenn nicht, kein Problem, bloß kein Stress. Dann stehe ich eben zu meinem Alter 😉

      1. Ich ändere es einfach fix ab. Ich glaube, das ist möglich. 🙂

  4. Ganz ganz spannend liebe Janina. Meine Augen sehen das Thema Nachhaltigkeit auch nochmal etwas anders, seitdem ich in Ägypten war. Hurghada ist eine Stadt, die erst 50 Jahre alt ist und doch fühlt es sich an, als wäre die Hälfte davon vermüllt. Das hat verschiedene Gründe über die ich auch noch schreiben werde, aber an sich hat es meine Sichtweise nochmal verändert.

    Ein sehr spannendes Thema und ich bin so gespannt auf Deinen Versuch!!! Bitte berichte weiter!

    Drück Dich
    JesS

    1. Liebe Jessi,

      mir ging es so, als ich nach Bali kam. Die Insel ist wunderschön, keine Frage. Aber das Meer ist voller Müll. Die Insel an sich ebenso. Es war so traurig. Das Paradies begraben unter Müll. Was aber daran liegt, dass die einfach noch andere, für sie viel wichtigere Probleme haben.

      Ich bin gespannt auf deinen Artikel!

      Ich berichte schon am Sonntag nochmal und erzähle dann, wie es so läuft. Ich bin gespannt!

      Sei ganz lieb gegrüßt
      Janina

      1. Ja das Land und die Menschen machen es nicht mit Absicht, manche wissen es auch einfach nicht besser, aber es schärft unseren Blick und sensibilisiert vielleicht auch nur einen Menschen mehr, aber einer ist schon ein riesen Erfolg!

        Freue mich Dich bei Deinem Experiment beobachten zu dürfen.

  5. Liebe Janina,
    schöner Artikel, aber weißt Du eigentlich, dass Margarine das Schädlichste überhaupt ist? Wegen der gefährlichen Transfettsäuren! Hauptverursacher von Arteriossklerose und Herz-Kreislauferkrankungen, u .a. Herzinfarkt. Industriezucker ist schon pures Gift für uns Menschen, das hast du ja auch erkannt, aber Margarine darfst du dann ebenfalls nicht anpreisen! Genauso gefährlich! Informiere dich mal dahingehend. Wird dir jeder gute Arzt und Heilpraktiker bestätigen.
    Wenn Fette, dann gesunde, wie Leinöl, Walnussöl etc. mit einem hohen Anteil an Omega3-Fettsäuren.
    Dies nur am Rande erwähnt.
    Liebe Grüß
    Eva

    1. Liebe Eva,

      ganz lieben Dank.
      Das wusste ich tatsächlich nicht. Ich muss mich dahingehend mal ein wenig einlesen oder frage meine Schwiegermama.

      Ganz ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

    2. Liebe Eva,

      ich hab mich noch einmal schlau gelesen.
      Laut meiner Quelle ist das mit den Transfettsäuren in Bezug auf Margarine wohl lange überholt. Weiter stand in dem Text, dass das Herstellungsverfahren wohl im Laufe der Zeit verändert wurde und die gute Margarine heute unter 1% Transfettsäure liegt. Butter hat im Vergleich sogar noch 3 – 5%. Auch werden die meisten guten Margarinen aus Ölen, z. B. Rapsöl, habe ich gelesen, hergestellt. Und die beinhalten ja bekanntlich auch die guten Omega 3 Fettsäuren.

      Ich hab das jetzt mehreren Studien entnommen. Das hat mich ja gerade fast ein wenig ins Schwitzen gebracht, aber dann bin ich mit meinem Kauf von Magarine ja doch fein. Aber generell gilt ja auch immer, hinten auf die Inhaltsstoffe und Zutaten schauen und achtsam sein. 🙂

      Ganz ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

  6. Moin, liebe Janina,

    da bin ich ja neugierig, was Du am Ende der 10 Tage berichtest! Wir achten auch auf die Herkunft von Lebensmitteln, bei Fleisch natürlich besonders, aber auch bei Fisch. Den essen wir nämlich alle total gern… An Rezepten/Gerichten wäre ich sehr interessiert, besonders an solchen, die ich auch mit meinen kleinen Küstenkindern gut essen kann 🙂

    Viele liebe Grüße und viel Erfolg
    Küstenmami

    1. Liebe Küstenmami,

      bisher bin ich tatsächlich gut dabei. Aber in den letzten Tagen bin ich auch immer mal wieder an meine Grenzen gekommen. Ich hatte bereits ein Update hochgeladen, hast du das entdeckt? Inklusive einem Rezept.

      Sei mir ganz lieb gegrüßt
      Janina

  7. Coole Challenge! Ich merke wie sich bei mir das denken auch immer mehr ändert und ich mehr auf solche Dinge achten will. Habe mir fest vorgenommen als Mami dann auch bei Bauern und am Markt einzukaufen. Da bei uns die meisten Hofläden nur unter der Woche zu gewissen Zeiten auf haben, habe ich als Berufstätige leider kaum Chancen da hin zu kommen.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at

    1. Liebe Sylvia,

      ich freu mich immer so, wenn ich einen Kommentar von dir entdecke. 🙂

      Damit ist schon so viel geschafft, allein mit dem ersten Umdenken, dass man sich Gedanken macht. Man kann nie 100 Prozent perfekt sein, das geht einfach nicht. Aber wenn wir schon anfangen, darüber nachzudenken und Kleinigkeiten verändern, können wir in der Masse viel einsparen, schonen und dem Klima etwas gutes tun.

      Auch ich schaffe es leider nicht jeden Freitag auf den Bio Markt, das ist halt mit der Arbeit manchmal nicht vereinbar und vollkommen ok. Aber wenn man dann dennoch schaut, dass man regional kauft und auf saisonal Wert legt – dann ist das auch fein.

      Sei mir ganz lieb gegrüßt
      Janina

  8. Leider ist Bio-Fleisch sehr sehr sehr klimaschädlich und in dem Zusammenhang schädlicher als Massentierhaltung.

    Ansonsten super Sache. Auch kleine Dinge und Aktionen können in der Masse viel bewegen 🙂

    1. Das finde ich auch! 🙂
      Wenn jeder nur ein wenig schaut, was er ändern kann, ohne, dass es ihm weh tut, dann ist schon viel gewonnen!

      Wieso ist denn Bio-Fleisch vom Bauern nebenan schädlicher?
      Ich spreche nicht von Bio Fleisch aus dem Supermarkt. Sondern wirklich vom Hof, wo ich hingehen kann.
      Ich würde niemals mehr Fleisch aus Massentierhaltung verzehren können. 🙁

  9. Also zumindestens Bio-Fleisch von großen Unternehmen ist super schädlich, da zum Beispiel die Kühe länger leben. Dadurch fressen sie mehr und da die Kühe meistens ja auch frei gehalten werden, brauchen Sie immens viel Platz. Mehr Platz = weniger Fläche für den Anbau von Pflanzen und pflanzliche Lebensmittel . Länger Leben = mehr Methan und mehr Fressen. Also die Effizienz stimmt nicht.
    Regionale Zucht ist da natürlich nochmal ein bisschen.
    Ich empfehle die „Cowspiracy“ auf Netflix, falls du den noch nicht kennst. Super Doku!

    1. Ja, das klingt logisch!
      Aber ich kaufe tatsächlich auch kein Bio-Fleisch im Supermarkt. Das erscheint mir schwierig.
      Deshalb bei uns gibt es nur was vom lokalen Hof, Bauern (der auch hier auf den Bio-Markt) kommt. Oder eben aus eigener Produktion. Henry ist Jäger. Da ist die Dankbarkeit gegenüber Fleisch noch einmal eine ganz andere. Man ist dankbar und versteht, wie kostbar dieses Gut ist. Und ich denke diese Haltung sollte man immer haben: Dankbarkeit gegenüber unseren Nahrungsmittel.

  10. Absolut spannendes Thema, da schließe ich mich den Vorrednerinnen an ! Lustiger Weise bin ich seit dem ich Kinder hab auch viel stärker, nein eigentlich überhaupt erst dabei und achte auf unsere Ernährung. Zugegeben, es gibt Phasen, da pack ich es nicht (zumindest nicht so, wie ich es gern hätte) , aber es reicht für den Anfang ja schon, wenn man sich überhaupt bewusster ernährt! Der rest ergibt sich dann. Unser Einkaufswagen Inhalt hat sich doch schon deutlich verändert und der Große (6j) fragt plötzlich ganz gezielt aus welchem Tier die Wurst o.ä. gemacht wurde. Er möchte absolut kein Schwein, kein Lamm und keine Geparden essen 😉 Das hat er für sich schonmal beschlossen.
    Ich werde dir gespannt „folgen“ und vielleicht bekommt mein innerer Schweinehund ja einen kleinen Tritt. Vielen Dank das du uns daran teilhaben lässt!

    Liebe Grüße,
    Sandy

    1. Liebe Sandy,

      das ist auch ok. Ich denke, wir können niemals alles perfekt machen, das muss es auch nicht. Aber schon das kleinste Umdenken bewegt in der Menge so viel. 🙂

      Ich habe vor Anni leider gar nicht auf irgendwas geachtet. Ich habe nie hinterfragt, wie es sein kann, dass die abgepackte Salami damals nur 50 Cent kosten kann. Heute mache ich darum einen großen Bogen.

      Ich finde es ganz süß und spannend, dass dein Großer da auch schon ganz klare Vorstellungen hat. Das beweist ja, dass ihr als Familie doch offen seid und über Dinge sprecht. Toll!

      Ganz liebe Grüße an Dich
      Janina

  11. Ein SO wichtiges Thema. Ich finde super, dass du es ansprichst. Seit einigen Jahren, besonders seit ich Mutter bin, ist es auch bei mir ein Thema und ich bin froh, dass es bei mir Klick gemacht hat. Gerade das Thema Müllvermeidung liegt mir am Herzen. Besonders das gerade Bio-Obst und Gemüse in Plastik verpackt sind kann ich kaum nachvollziehen, mittlerweile bekommt man ja sogar die Mandarine fertig geschält in einem Plastikschälchen zu kaufen.

    Für mich ging der Schritt daher auch vor Jahren wieder „zurück“ (wie damals mit meinen Eltern) auf den Wochenmarkt und ich liebe es. Alleine die Authentizität, da steht wirklich noch der Bauer und seine Frau oder seine Kinder und Schwestern und verkaufen, können mir was zum Produkt erzählen und legen mir die Sachen in meinen Korb und meine Netze. Wir bauen im Frühjahr im Garten Gemüse, Kartoffeln und Kräuter an, machen Marmelade aus unseren Beeren und Zwetschgen. Auch mein Mann ist Jäger und gerade diesen respektvolle Umgang mit der Natur und dem Tier schätze ich sehr. Wir essen nur am Wochenende Fleisch, bekommen aber alle halbe Jahr bekommen wir einen Teil vom Schwein von einem Bauern aus dem Nachbardorf. Unsere Tochter besucht die Schweine manchmal und füttert sie. Denen geht es richtig gut und meine Tochter bekommt auch gleich einen vernünftigen Bezug zum Thema.

    Auch mein Bestellverhalten im Internet hat sich verändert. Produkte aus dem Ausland kaufe ich gar nicht mehr, da gerade diese mehrfach in Plastik eingepackt sind. Momentan versuche ich mich mit dem Thema Kleidung auseinander zu setzen. Ich versuche Kleidung zu kaufen, die in Deutschland produziert wird, nähe mittlerweile auch viel selbst, möchte natürliche Stoffe auf meiner Haut, keine Chemie. Gleiches gilt für Kosmetik und Pflegeprodukte. Das schränkt natürlich in der Auswahl ein, aber ich hab auch nicht mehr so einen Bedarf nach Konsum und diesem Haben-Wollen, wie noch in den 20ern. Da geht es mir so, wie dir mit deiner Wohnung und den Möbeln. Ich möchte reduzieren und weniger gibt mir mittlerweile VIEL mehr. Auch exotisches Obst, welches ich nicht mehr kaufe, fehlt mir mittlerweile bspw. nicht mehr.

    Ich bin gespannt, was das Experiment dir und uns für neue Erfahrungen bringt, da du ja eh schon sehr bewusst lebst.

    1. Liebe Susa,

      leider schockiert mich da auch. Karotten fertig geschält in Plastik, Gurken und Grapefruits abgepackt in Plastik oder Schaumstoff. Wo soll das hinführen?

      Als ich in Asien war, bin ich fast vom Glauben abgefallen. Bali beispielsweise ist vermüllt, komplett. Überall wird der Müll einfach den Hang hinunter geschmissen, ins Meer gekippt oder vor der Türe verbrannt, damit die Tiere nicht ins Haus kommen. Erschreckend. Plastik ist dort allgegenwärtig. Selbst das Ei ist gekocht und fertig geschält in Plastik abgepackt. Selbst die Kokosmilch wird in Plastikbecher gekippt. Plastik, Plastik, Plastik soweit das Auge reicht. 🙁

      Ich finde es toll, dass ihr diesen Weg geht und ich versuche, nun nach und nach, auch immer weiter an meinem Konsumverhalten zu arbeiten und Dinge zu verändern. Für eine Welt, die auch noch unsere Kinder und Kindeskinder beherbergen kann.

      Sei lieb gegrüßt
      Janina

  12. Hey Janina,

    Ein großes Lob dafür, dass du neben den schönen Themen (Mode, lifestyle) auch so wichtigen Dingen wie der Nachhaltigkeit hier eine Plattform gibst. Ich selbst studiere Nachhaltigkeitswissenschaften und bin gerade in Ghana, die Problematik ist hier ähnlich wie auf Bali und generell vielen anderen Regionen der Welt. Wir im globalen Norden haben wirklich die Chance, ressourcenschonend zu leben, da wir uns keinerlei Gedanken um sanitäre Versorgung, sauberes Trinkwasser und ausreichende Lebensmittel machen müssen. Diese Chance sollten wir nutzen und ich finde es gut, dass du das Thema ansprichst. Interessante und wirklich gute Filme zu dem Thema sind „Taste the waste“,“10 Milliarden-wie werden wir alle satt?“,“We feed the world“ , „the inconvenient truth“ und „Plastic Planet“.
    Ganz liebe Grüße aus Ghana!

  13. Das finde ich super, dass du dich diesem wichtigen Thema auf dem Blog annimmst und so sicher auch andere Leute zum Nachdenken und Handeln anregst, toll!
    Was wie ich finde auch ein anderes wichtiges Thema ist, wäre fair produzierte Kleidung, oder auch auf Dinge verzichten, die mithilfe von Kinderarbeit produziert werden. Vielleicht kannst du darüber auch mal bei Gelegenheit etwas schreiben, viele interessiert so etwas ja erst, wenn sie selbst Mutter sind.
    Vielleicht noch ein interessanter Link für dich:
    https://utopia.de/ratgeber/kinderprodukte-nicht-kaufen
    Auch der Artikel „10 Dinge, die aus deinem Haushalt verschwinden sollten“ auf der gleichen Seite ist sehr lesenswert.
    Viel Erfolg bei deinem Selbstversuch und greife weiter solche Dinge auf.
    Wieso bist du denn nicht mehr bei Instagram zu finden? Hattest du darüber schon etwas geschrieben?

    1. Liebe Christina,

      ich danke dir.
      Da werde ich direkt mal ein wenig stöbern.
      Das Thema Fair Fashion finde ich auch sehr wichtig, auch wenn ich es selbst leider noch nicht schaffe, da konsequent umzusteigen.
      Aber mein Konsumverhalten hat sich stark verändert. Und ich denke, das ist der erste Schritt. Nun gilt es, da weiter umzudenken und mich zu entwickeln.
      Deshalb, ganz ganz lieben Dank! Ich werde mir mal Gedanken machen, ob ich das thematisch nicht auch aufgreifen möchte.

      Bei Instagram habe ich nun endlich den Schritt gewagt, ich heiße dort nun wie der Blog selbst. @oh_wunderbar

      Der alte Namen war einfach schon so lange nicht mehr passend, ich hab mich damit nicht mehr wohl gefühlt und deshalb den Blog schon vor so langer Zeit umbenannt, letztendlich auch mit eigener Domain. Ich fühle mich befreit!

      Ganz liebe Grüße
      Janina

  14. Liebe Janina,

    ich habe gerade bei Facebook dein Update entdeckt.
    Ein Mittelweg ist immer gut und schon damit kann man viel bewirken.
    Wichtig ist ja eigentlich auch nur, dass man anfängt, bewusster zu leben und sich mit dem Thema auseinandersetzt.

    Ich finde es toll, dass du wichtige Dinge wie dieses hier ansprichst.

    Lieben Gruß
    Mone

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