WER BIN ICH
| 1000 FRAGEN AN MICH SELBST |
SELBSTFÜRSORGE UND EIN EXPERIMENT #15 & #16

 

Malst du oft den Teufel an die Wand?

Nein, eher nicht. Bei uns herrscht da eine ziemlich klare Rollenverteilung. Ich lasse immer gern auf mich zukommen und denke mir, dass sich schon alles fügt. Henry hingegen ist da BWLer durch und durch. Er spielt gern alle Szenarien durch, rechnet alles durch, zeigt mögliche Risiken auf. Ja, er ist von uns beiden ganz klar der kühle und klare Kopf, ich bin der Bauch.

 

Was schiebst du zu häufig auf?

Klarer Fall – all das, was mir keine Freude macht. Und es ärgert mich. Ich nehme mir immer wieder vor, das anzugehen und zu ändern, aber es gelingt mir nicht. Telefonate sind so eine Sache. Wichtige Telefonate. Die schiebe ich immer auf. Und dann schiebe ich sie und schiebe ich sie und schiebe ich sie. Unangenehme Gespräche, auch so eine Sache. Arbeiten, die mir keinen großen Spaß machen, gehe ich zum Beispiel auch gern erst dann an, wenn ich nun auch wirklich muss.

  

Was war ein unvergesslicher Tag für dich?

Da gibt es ja doch so einige unvergessliche Tage. Die Geburten meiner Kinder, kleine und große Meilensteile und dann auch einfach wahnsinnig schöne Tage im Urlaub. Aber der letzte wirklich unvergessliche Tage war die Geburt im letzten Jahr. Ein Ereignis, das vermutlich niemals an Magie verlieren wird.

 

Was wagst du dir nicht einzugestehen?

Ich habe darüber jetzt wirklich zwei Tage nachgedacht und mir fällt auf diese Frage einfach keine Antwort ein. Ich kann mir Fehler eigentlich ganz gut eingestehen. Ich bin mir Fehlern bewusst. Aber was ich mir nicht eingestehen mag? Da fällt mir nichts ein.

 

Bei welcher Filmszene musst du weinen?

Ich lebe nah am Wasser und Tränen sind bei guten, emotionalen Filmen oft vorprogrammiert.

 

Supporten statt bashen

Das ist ja genau mein Thema. Ich verstehe einfach nicht, warum gerade Frauen sich gegenseitig so zerlegen. Egal in welchem Lebensbereich. Sei es im Job oder woanders.

Ganz schlimm ist es ja unter Müttern. Stichwort Mom Bashing. Ist man erst einmal Mutter, da kannst du dir sicher sein, es wird alles aber auch wirklich alles bewertet und so sicher wie das Amen in der Kirche ist, dass du nichts richtig machen wirst. Also wenn es nach den Anderen geht. Ich finde, gerade wir Frauen sollten doch mehr für- und miteinander. Sitzen wir doch alle im gleichen Boot. Was bricht man sich ab, wenn man mal nette Worte findet? Eben, nichts! Mehr unterstützen und sich gengenseitig Mut machen.

 

Verzeihst du anderen Menschen leicht?

Ich glaube, das hatten wir schon einmal… Ja, ich verzeihe, aber ich vergesse nicht. Das ist so eine Sache, die ich irgendwie auch gern ändern würde.

 

Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?

Nachrichten auf dem Handy gelesen.

 

Was hoffst du, nie mehr zu erleben?

 Einen geliebten Menschen verlieren.

 


Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?

Schwierig, oder? Ich finde in einer Beziehung (egal ob Partnerschaft oder Freundschaft) Ehrlichkeit sehr wichtig. Und lieber weiß ich Dinge. Verschweigen oder verheimlichen ist meiner Meinung nach keine Lösung. Und fair ist es irgendwie auch nicht.

 

Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?

 Nahezu unerheblich. Wichtig ist mir da nur die Meinung meiner eigenen kleinen Familie. Und manchmal hole ich mir noch eine Meinung bei meinem Vater, meiner Schwester oder A. ein. Das kommt aber auch gar nicht so häufig vor. Tatsächlich ist es so, dass ich in der Vergangenheit sehr die Meinung von A. geschätzt habe – weil sie mir oft noch einmal einen ganz anderen Blickwinkel ermöglicht hat.

 

Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?

 Beides – gleichermaßen, gleichzeitig lebe ich aber auch gern im Hier und Jetzt. Ich denke gern zurück und liebe es, in Erinnerungen zu schwelgen. Da werde ich ganz wehmütig und erinnere mich gern. Ich male mir aber auch sehr gern die Zukunft aus. Nichts ernstes, eher so ein Träumen. In den letzten zwei Jahren habe ich aber auch gelernt, das Jetzt so viel mehr zu genießen. Das Innehalten und wirken lassen und sich freuen – über den Ist-Zustand.

 

Nimmst du eine Konfrontation leicht an?

Es kommt darauf an, wie sie ausschauen. Ich finde Diskussionen spannend und für beide Seiten, sofern konstruktiv, bereichernd.

 

In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?

Vermutlich in vielen Punkten. Ich glaube wir sind uns in manchen, eher wenigen Dingen sehr ähnlich und in anderen Bereichen sind wir so unglaublich unterschiedlich. Aber mir fällt spontan nichts ein, das ich benennen könnte.

 

 

Wo bist du am liebsten?

 Am Meer, in den Bergen, im Wald. Oder aber in den Reisfeldern. So wunderschön, wie kaum etwas anderes.

 

 

Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?

Ich hab keine Ahnung. Vermutlich bekomme ich sowas einfach nicht mit?!

 

Was ist dein Lieblingsdessert?

Mein Herz schlägt für frische Früchte, Beeren – ich liebe Beeren. Außerdem esse ich so gern Eis. Seit kurzem ist dank Valeska Tiramisu mein allerliebstes Dessert. Henry liebt sie nach ihrem Rezept auch und fragt mich fast jedes Wochenende, ob ich diese Tiramisu machen kann.

 

 

Worin bist du ein Naturtalent?

Also mal vorweg – ich bin leider weder musikalisch noch irgendwie künstlerisch begabt. Vermutlich ist es ein Talent, aus miesen Situationen das Beste heraus zu holen.

 


Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?

Meine kleine Schwester. Sie war schon immer ein unglaublich feiner Mensch, aber gerade in der letzten Zeit wächst sie immer mehr über sich hinaus. Ich bin sehr stolz auf sie und beobachte ihre Entwicklung mit stolzem Blick.

 

In welcher Situation warst du unfair?

In manchen Situationen bin ich Henry gegenüber unfair. Mir fällt es dann auch in just dem Moment auf, aber dann ist es halt auch schon zu spät.

 

Fühlst du dich fit?

Nein, ganz und gar nicht.

 

Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?

Ich habe zwar Rücklagen, aber besser kann es immer sein. Ich hätte gern einen guten, kompetenten Fahrplan. Schon vor einiger Zeit habe ich mir vorgenommen, mich diesbezüglich noch einmal neu beraten zu lassen. Definitiv ein To-do auf meiner Liste.

 

Von welchem Buch warst du enttäuscht?

In der letzten Zeit? „Liebesglück“ von Kathrin Werner und „Vier um die Welt“ von Alexandra Frank.

 

Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?

Ehrlich? Ich kann es selbst nicht sagen. Ich glaube, es waren meine Schwangerschaftshormone, die da mit mir durchgegangen sind. Was war das ein Chaos. Erst einmal sollte es nach Hamburg gehen. Wir hatten ein wunderschönes Häuschen mit einem wundervollen Garten und an dem Häuschen hängen sogar so viele schöne Erinnerungen. Dann wurde spontan, und zwar so wirklich spontan, alles umgeworfen und letztendlich sind wir in dieser neuen Bleibe gelandet. So schnell kann es gehen, so anders kann es kommen. Haha.

 

Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?

Ich denke, dass wir alle ein Stück weit dazu neigen. Aber es ist unheimlich wichtig, da zu hinterfragen und sich dem bewusst zu sein. Dass man Schubladen, die man eventuell automatisch (und ungewollt) geöffnet hat, auch wieder schließt und sich dabei denkt: „ertappt, lässt du mal lieber!“.

 

Was fühlst du, wenn du verliebt bist?

Ein Gefühl von leichter Aufregung gepaart mit einem Kitzeln im Bauch und einem hüpfenden Herz. Verspüre ich übrigens heute noch, wenn ich Henry in gewissen Situationen beobachte.

 

 

Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?

Hmmm, nicht zwingend. Aber gemeinsam essen ist doch sehr schön. Ich mag und genieße das sehr. Beisammensein bei gutem Essen, das ist doch herrlich. Oder?

 

Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?

Meine To-Do-Liste ist ellenlang und wird immer länger. Dabei liebe ich es, To-do’s abhaken zu können. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Momentan ist aber so viel zu tun, dass eben leider noch viel drauf steht. Ich möchte z. B. seit Wochen das Babyzimmer streichen. Nur mal so als Beispiel. Ich hab bisher noch nicht einmal die Farbe. Selbst dafür hat es nicht gereicht. Und arbeitstechnisch bleibt auch einfach viel zu viel liegen.

 

Hegst du oft Zweifel?

Nein, nicht unbedingt. Immer weniger. Aber das ist vielleicht auch phasenabhängig?

 

Womit bist du unzufrieden?

Ich bin momentan eigentlich sehr zufrieden. Es gibt nicht groß etwas, dass mich in meinem Leben arg stört. Aber wenn ich etwas habe, mit dem ich momentan unzufrieden bin, dann ist es mein Kuller-Bauch.

 

Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?

In der Regel mit Vorfreude. Ich mag es zu fliegen. Über den Wolken scheint immer alles so leicht, so frei, so fernab von allem. Und eigentlich immer ist so ein Flug ja auch mit schönen Dingern verbunden – einem Urlaub, einem spannenden Job oder einem Wiedersehen,

 

Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?

Ja. Ich finde man hilft sich aus. Es ist ein Geben und ein Nehmen, und das finde ich auch wichtig. Man kann nicht nur Nehmen. Für mich gehört es sich, dass man teilt, dass man füreinander da ist und sich aushilft.

 

Bist du schon mal schikaniert worden?

Ja, leider ja. Und werde es heute wieder. Nur gibt es einen Unterschied. Damals habe ich mich klein gemacht und war traurig. Heute ist das anders. Heute weiß ich, dass Menschen, die schikanieren eigentlich nur ein Problem haben – sich selbst. Dass sie eigentlich ganz viel Liebe brauchen. Weil sie ganz eigentlich nur irgendetwas kompensieren.

 

Wie spontan bist du?

Ziemlich spontan. Früher war das nicht so. Unangekündigter Besuch? War mir ein Grauen. Spontan mit Freunden ausgehen? Auch schwierig. Manchmal steht man sich einfach selbst im Weg. Heute bin ich doch sehr spontan, finde ich. Ich mag es, wenn Freunde oder Familie vor der Tür stehen. Ich bin auch spontan für Verabredungen offen. Selbst spontan Urlaub können wir. Erinnert ihr euch noch an Italien. Nachmittags online gebucht, abends losgefahren. Oder Dänemark, das war auch so eine spontane Nummer.

 

Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?

Ja, ganz klar meine Kinder. Und zum Teil auch meine Familie und meine Freundin.

 

In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?

Mir fällt ehrlich gesagt keine ein.

 

Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?

Über 10 Jahre. Der helle Wahnsinn. Über 10 Jahre mit meiner Freundin. Durch dick und dünn. Die schönsten zehn Jahre überhaupt mit dieser tollen Freundin an meiner Seite. Wir haben so viel erlebt. In den zehn Jahren wurden Kinder geboren, wir haben gelacht und geweint, es wurde geheiratet und so viel mehr.

 


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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ohjee…schöne Fragesammlung.
    Wenn man sich die Fragen durchliest, da ist viel Wahres dran…allzu oft schiebt man solche Fragen von sich weg….sehr selbstreflektierend und regt zum Nachdenken an…schöner, gelungener Artikel! 🙂
    LG Carla

    1. Liebe Carla,

      das freut mich sehr.
      Ich finde es selbst total spannend, weil man sich die Fragen ja nicht selbst aussucht und bei manchen Fragen überlege ich lange, bei anderen geht es super fix.

      Ganz ganz liebe Grüße
      Janina

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